Feuerwehr-Posse in Oschatz: Felix darf nicht wieder in die Ortsfeuerwehr Schmorkau eintreten

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Foto: Sören Müller

Oschatz/Schmorkau. Nach der Berichterstattung zu der Doppelmitgliedschafts-Posse in Oschatz kam es nun zu einem Gespräch zwischen Felix und dem Oberbürgermeister.

Kurz vor Weihnachten wurde der 22-Jährige Felix Bohn durch die Stadt Oschatz aus seiner Ortsfeuerwehr Schmorkau geworfen, nachdem er eine Doppelmitgliedschaft in der Feuerwehr Mutzschen an seinem Arbeitsort einging. Nach der medialen Berichterstattung zu dem Thema kam es nun zum Gespräch zwischen dem Oschatzer Oberbürgermeister David Schmidt (parteilos) und Felix. Wer allerdings geglaubt hat dass der Oberbürgermeister ein Machtwort spricht und die Entscheidung als oberster Feuerwehrmann zurücknimmt, wurde enttäuscht.

Wie die Stadt Oschatz mitteilte, wurde ein „sachlicher Austausch zur Problematik“ geführt. Das bestätigte uns auch Felix. „Ein Wieder-Aufleben der Mitgliedschaft von Felix Bohn in der Abteilung Schmorkauer Wehr wird es nicht geben, er hat diese Entscheidung akzeptiert.“ so die Stadt Oschatz weiter. „Mir wurde in dem Gespräch, bei dem auch der Stadtwehrleiter und die Amtsleiterin anwesend waren, das so nicht mitgeteilt. Mir wurde gesagt, dass die Tür in der Schmorkauer Wehr nicht gänzlich geschlossen wäre und man etwas Zeit brauche damit wieder Ruhe einkehrt„, so der verwunderte Felix.

Ich hatte allerdings den Eindruck, dass es der Stadt eher um ihre Außenwirkung in den sozialen Netzwerken und der Presse ging, als um die Sache selbst.„. Der Umgang in den sozialen Netzwerken war auch der einzige Punkt aus dem Gespräch den uns auch die Stadtverwaltung mitteilte: So wurde im Laufe des Gesprächs deutlich, dass Felix „erschrocken“ war, auf welche Art und Weise in den Kommentaren in den sozialen Medien gegen die seit Jahren ehrenamtlich Engagierten in der Oschatzer Feuerwehr vorgegangen wurde. Das bestätigte uns auch Felix: „Gegen sachliche Meinungen hat niemand etwas. Es gab ja auch Kommentare bzw. Erfahrungswerte welche den Umgang der Stadtwehrleitung ohnehin kritisierten. Beleidigungen gegenüber der Kameraden gehen natürlich gar nicht. Dafür kann ich aber auch nichts, denn ich habe die Kommentare nicht verfasst. “ Felix selbst will das Thema nicht auf sich beruhen lassen und weiterhin das Gespräch suchen, notfalls auch über den Stadtrat gehen um so vielleicht doch eines Tages wieder seine Schmorkauer Kameraden unterstützen zu können.

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