Bedrohung, Sachbeschädigung, Explosion in Paunsdorf

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Paunsdorf. Am gestrigen frühen Morgen kam es zu einer erheblichen Explosion in einem Flur eines Mehrfamilienhauses. Die eintreffenden Polizeibeamten nahmen an Ort und Stelle die Ermittlungen auf. Schnell wurde bekannt, dass der Ex-Freund einer Frau (32), die in diesem Haus wohnt, als Täter ins Visier der Beamten rückte. Er hatte bereits in den vergangenen Tagen immer wieder Sachbeschädigungen an der Wohnungstür begangen. Außerdem wurden die Frau und ihr neuer Freund (33) per SMS ständig bedroht. Die umfangreiche kriminaltechnische Tatortarbeit ergab, dass der Täter einen selbstgebastelten Sprengsatz herstellte und diesen im Erdgeschoß des Hausflurs anbrachte. Durch die Explosion und die hervorgerufene Druckwelle wurden die Holztrennwand der Kellertreppe sowie die Türen im Haus beschädigt. Die Innenverglasung der Oberlichter der Hauseingangstür ging zu Bruch. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Statik des Mehrfamilienhauses bzw. wichtige Gebäudeteile wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Zu den ersten Sofortmaßnahmen gehörte, dass durch die Beamten die Wohnung des Tatverdächtigen (37) aufgesucht wurde. Durch die zuständige Staatsanwaltschaft Leipzig wurde umgehend eine Wohnungsdurchsuchung angeordnet. Hier konnten intakte sowie bereits delaborierte pyrotechnische Gegenstände, eine Kugelbombe, ein Kanister mit einer chemischen Substanz sowie diverse Kleinstmengen an betäubungsmittelähnlichen Substanzen aufgefunden werden. Der Tatverdächtige befand sich nicht in der Wohnung. Auf Grund der sichergestellten/beschlagnahmten Gegenstände wurden die Experten des Landeskriminalamtes aber auch Hundeführer mit einem Sprengstofffährtenhund und einem Rauschgiftsuchhund hinzugezogen. Es konnten keine weiteren Sprengvorrichtungen gefunden werden. Seit gestern erfolgte eine intensive Suche und Fahndung nach dem 37-jährigen Tatverdächtigen. Er ist weiter auf der Flucht. Über die Höhe der Schäden liegt noch keine abschließende Bewertung vor.

Quelle: PD Leipzig

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