Neue Sonderausstellung im Turmuhrenmuseum Naunhof

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Naunhof. Seit dem 03.07.2015 befindet sich im Turmuhrenmuseum eine neue Sonderausstellung, die „101“. DasThema zur Jubiläumsausstellung „Karl Hans Janke“, „Genie oder Wahnsinn?“

Geboren wurde Karl Hans Janke 1909 in Kolberg (Pommern). 1932 machte er an der Hindenburg-Oberrealschule in Berlin-Lichterfelde das Abitur. Im Mai 1940 wurde Janke zur Wehrmacht eingezogen. Dort kam er das erste Mal im Mai 1941 zur Behandlung von Geisteskrankheiten in das Reserve-Kriegslazarett. Mit Verdacht auf Schizophrenie verlegte man ihn später in das Reservelazarett Haldensleben. Wegen seines Geisteszustandes wurde er im Januar 1943 endgültig aus der Wehrmacht entlassen. Der Tod seiner Mutter im August 1948 bereitete ihm derart psychische Probleme, das er sich nicht nicht mehr selbst versorgen konnte und er verwahrloste zusehend. Mit der Diagnose einer chronischen Schizophrenie, die von einem Erfinderwahn geprägt sei, erfolgte am 8. November 1950 seine Verlegung in die Krankenanstalten Hubertusburg in Wermsdorf, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Er starb am 15. Februar 1988 und wurde in Döbeln beigesetzt.Bis zu seinem Tode schuf er ein umfassendes Werk bestechender Zeichnungen und Skizzen. Außerdem baute er Modelle von Flugmobilen, futuristischen Raumschiffen und elektromechanischen Geräten, entwarf ein „Stammbuch der Menschheit“, verfasste politische und militärische Strategien und hinterließ einen äußerst umfangreichen Briefwechsel. Außerdem verfasste er Konzepte zur friedlichen Nutzung der Kernenergie und Entwürfe neuartiger Antriebe, die auf der Nutzung des Erdmagnetfeldes basierten. Einige der 6.000 Originalhandskizzen sind imm Museum ausgestellt.

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www.turmuhrenmuseum-naunhof.de

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