Grimmaer Diakonie-Altenpflegeheim feierte 25. Geburtstag

Foto v. l.: Heimleiterin Annett Engelmann, Diakonie-Geschäftsführer Harald Bieling, Pfarrer Torsten Merkel und Grimmas OBM Tino Kießig, © Diakonie Leipziger Land

Grimma. Zu Beginn der Andacht wurde ein Danklied gesungen und in diesem Zeichen stand denn auch die Geburtstagsfeier für das Altenpflegeheim „Hedwig Bergsträßer“.

Mit einer ganzen Festwoche gedachte das Haus der Diakonie Leipziger Land an den Umzug vom Grimmaer Bockenberg in den Neubau am Wallgraben vor 25 Jahren.

Zum Gratulieren waren viele gekommen, z. B. Pfarrer Torsten Merkel, Grimmas Oberbürgermeister Tino Kießig oder Diakonie-Geschäftsführer Harald Bieling. Letzterer erinnerte an die turbulente Bauphase auf dem Gelände mit alten HO- Baracken auf nicht tragfähigem, vermülltem Grund. 97 Bohrpfähle auf Granit in 12 Metern Tiefe sorgten schließlich für ein sicheres Fundament – die Rettung während zwei Mulde-Fluten. Am alten Standort hatte das Haus auch den Mangel in der DDR überstanden, die Umbrüche nach der Wende und Pflegereformen, nach dem Umzug dann auch die Corona-Pandemie.

„Wir haben viel Segen erfahren und sind dankbar für den jahrzehntelangen Dienst am Menschen“, so Harald Bieling. Oberbürgermeister Tino Kießig lobte das Haus als „festen Anker“, der einen Lebensabend in Würde ermögliche und die Gesellschaft weiterbringe. Aber wer war eigentlich dessen Namensgeberin Hedwig Bergsträßer? Eine Tafel im Foyer informiert über die couragierte Erzieherin, die in Grimma für „ihre“ Kinder kämpfte und in den 1940er Jahren dem Staatsdienst den Rücken kehrte. Nachdem sich „Tante Hedel“ bei der Inneren Mission auch Flüchtlingen, Alten und Kranken gewidmet hatte, verbrachte sie ihre letzten Lebensjahre in dem Heim, das ihren Namen mit Stolz trägt und ganz in ihrem Sinn für viele ein Zuhause geworden ist.