Grimma. Mit der Fertigstellung des neuen Straßentunnels an der Husarenstraße ist in Grimma ein langjähriges Verkehrsproblem gelöst worden.
Die bisherige Unterführung unter der Bahnstrecke war durch eine mehr als 150 Jahre alte Gewölbebrücke geprägt, die aufgrund ihrer geringen Breite keinen Begegnungsverkehr zuließ. Auch für Fußgänger und Radfahrer stellte die enge Passage bislang eine Herausforderung dar.
Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der Deutschen Bahn und der Stadt Grimma entstand östlich neben der denkmalgeschützten Brücke eine neue Eisenbahnüberführung mit moderner Straßenunterführung. Diese ermöglicht künftig einen deutlich leistungsfähigeren und sichereren Verkehrsablauf.

Die neue Unterführung verfügt über zwei Fahrstreifen mit jeweils 3,25 Metern Breite. Ergänzt werden diese durch beidseitige Notgehwege von jeweils 0,50 Metern. Mit einer Gesamtfahrbahnbreite von 7,50 Metern bietet der Tunnel ausreichend Platz für den motorisierten Verkehr und sorgt zugleich für eine klare Trennung der verschiedenen Verkehrsarten.
Die historische Gewölbebrücke aus dem Jahr 1866 blieb erhalten. Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde umfassend saniert und mit einer neuen Fahrbahnplatte ertüchtigt. Künftig dient die Brücke ausschließlich als sichere Unterführung für Fußgänger und Radfahrer.

Grimmas Oberbürgermeister Tino Kießig sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für die Stadtentwicklung. „Die Husarenstraße ist nun fit für die Zukunft. Wo sich Fahrzeuge früher nur mit Mühe begegnen konnten und auch für Fußgänger und Radfahrer schwierige Bedingungen herrschten, sorgen künftig mehr Platz und klare Verkehrsführungen für ein deutliches Plus an Sicherheit. Ich freue mich, dass wir dieses wichtige Infrastrukturprojekt gemeinsam erfolgreich abschließen konnten“, erklärte Kießig.
Die Gesamtkosten des Bauvorhabens beliefen sich auf 2,9 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen unterstützte das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Die Deutsche Bahn beteiligte sich mit 578.000 Euro, während die Stadt Grimma 244.000 Euro an Eigenmitteln einbrachte.
Mit dem Abschluss der Baumaßnahme verfügt Grimma nun über eine moderne und leistungsfähige Verkehrsanlage, die den Anforderungen des heutigen Straßenverkehrs gerecht wird und gleichzeitig ein bedeutendes historisches Bauwerk für kommende Generationen bewahrt.












