Wie gefährlich ist die A14 zwischen Kleinpösna und Mutzschen? Eine Bilanz die Sorgen bereitet!

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BAB14. Seit Januar knallt es regelmäßig auf dem Streckenabschnitt Kleinpösna-Mutzschen, neben erheblichen Sachschäden sind immer wieder schwerst Verletzte und sogar ein Toter zu beklagen. 

DSC 0045Immer wieder müssen Feuerwehren, Rettungsdienst, Kriseninterventionsteam, Bergedienste und Polizei rund um die Autobahn zu schweren Verkehrsunfällen auf die vierspurige Autobahn 14 ausrücken. Mindestens 9 mal mit teils schwerst Verletzten. Am 27. Mai (Foto) dann sogar mit einem tödlich Verunglückten, als ein LKW in ein Stauende fuhr und einen Trümmerhaufen hinterließ, die Bilanz zwei Schwerverletzte, drei leichtverletzte (darunter zwei Kinder), ein Toter. Am 20. Juni knallte es zwischen dem Rasthof Muldental und der Abfahrt Grimma, hier kollidierten zwei Fahrzeuge, ein PKW stürzte eine Böschung hinab, vier schwerverletzte. Am 18. Juni ein schwerer Auffahrunfall, diesmal in Richtung Leipzig mit zwei leicht verletzten Personen. Schlimme LKW Unfälle waren am 17. März und am 29. April (Foto Titelbild). In beiden Fällen fuhren LKW auf andere LKW auf, jeweils ein schwerst Verletzer. Immerwieder ist die Autobahn über Stunden dicht. Die Unfallursachen sind meist zu dichtes Auffahren, Unaufmerksamkeit oder wetterbedingt. Oft trifft es bei den Verletzten Unschuldige, welche einfach zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Ob man baulich etwas ändern muss oder ob es einfach nur „Pech“ ist, das es häufig dort so heftig kracht muss nun die Verkehrsunfallkommission untersuchen. Isabell Siebert, Pressesprecherin des Landesamt Straßenbau und Verkehr teilte uns auf Anfrage mit: „Bei allen bisherigen Prüfungen der Unfallkommission ergab sich bislang kein Unfallschwerpunkt auf dem beschriebenen A14-Abschnitt. Allerdings ist der Zeitraum ab April 2015 noch nicht ausgewertet. Sollten sich nun dadurch neue Erkenntnisse ergeben, kann auch kurzfristig die Unfallkommission zusammentreten und ggf. über entsprechende Maßnahmen zur Abhilfe entscheiden.“  Die VUK (Verkehrsunfallkommision) hat die Aufgabe, im Zuständigkeitsbereich Unfallhäufungen zu erfassen, das Umfeld und die verkehrlichen Besonderheiten zu analysieren und Unfallursachen zu identifizieren. Die Vorarbeit hierfür fällt in Sachsen in das Aufgabengebiet der Polizei, welche die Verkehrsunfälle auswertet und in einer elektronischen Unfalltypenkarte übersichtlich darstellt. Die VUK hat für Unfallhäufungen mögliche Abhilfevorschläge zu finden und Maßnahmen zu deren Umsetzung, gegebenenfalls auch Zwischenlösungen, zu beschließen sowie die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zu überprüfen. Der Abschnitt Klinga-Mutzschen ist nicht als Unfallschwerpunkt ausgewiesen, nur Punktuell gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen, etwa auf der Autobahnbrücke zwischen Grimma und Mutzschen. Auch am Dreieck Parthenaue kracht es regelmäßig, trotz Geschwindigkeitsbegrenzungen in dem Bereich. Laut Bundesanstalt für Straßenwesen passierten 2013 rund 40.000 Fahrzeuge, davon rund 8.000 LKW den Messpunkt Ammelshain, an einem Tag. 

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2 Kommentare

  1. Ich seh es schon kommen: Bald wird zwischen AD Parthenaue und Mutzschen nur noch 120km/h erlaubt sein. Warum? Weil es immer wieder Autofahrer UND LKW-Fahrer gibt die ohne Rücksicht auf den rückwärtigen Verkehr, teils ohne den Blinker zu betätigen, die Spuren wechseln.
    Da hat man wenig Chancen als Autofahrer auszuweichen, wenn man schon eine oder mehrere Fahrzeuglängen hinter dem Ausscherenden fährt. Und als Krönung bekommt man dann noch den „netten“ Stinkefinger gezeigt weil man gaaaanz plötzlich im Vollformat im Rückspiegel des Vordermann auftaucht.

  2. Das ist doch nicht erst seit den letzten Jahr so in diesen Abschnitt. Ich selber war in den Jahren 2004 bis 2011 unzählige mal in diesen AB-Abschnitt in Einsatz egal zu welcher Jahreszeit. Das Verkehrsaufkommen ist höher geworden und ich muss „Der Namenslose “ vollkommen Recht geben. Selbst vor „Blaulicht-Fahrzeugen“ auf beiden Spuren die den Verkehr abstoppen bzw. Zurückhalten hat man einfach Ignoriert und den Standstreifen benutz um zur nächsten Ausfahrt zu kommen. Blinken ist für viele ein Fremdwort aber das Telefon am Ohr haben konnten diese fast alle. Es ist bedauerlich das es immer wieder Todesfälle gibt aber nicht immer sind die LKW – Fahrer die Bösen, jeder sollte sich mal selber beobachten (oder durch den Beifahrer) wie er sich auf der BAB verhält. Und was mich persönlich und auch alle anderen Rettungskräfte stört egal um welche Art von Straße es sich handelt „Rettungsgasse“ bilden können nur die wenigsten oder erst wenn sie in Rückspiegel die Rettungsfahrzeuge sehen, doch da ist es zu spät .

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