Stadtwald schützen und nutzen

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Grimma. Im Grimmaer Stadtwald tobt das Leben. Für zahlreiche Vögel, Käfer, Nager, Schmetterlinge oder Eidechsen ist der etwa siebzig Hektar große Wald nicht nur Heimat, sondern ein komplexer ökologischer Lebensraum.

Tiere, Moose, Pilze oder Farne profitieren vom Totholz und von den Baumhöhlen. Die Löcher der Spechte werden oft von Folgebrütern wie Meisen, Kleiber oder Hohltauen nachgenutzt. In den Frostrissen oder morschen Astlöchern bauen Bienen oder Wespen ihre Nester. Dass das so bleibt und es weiterhin genügend Unterschlupfe für teils bedrohte Tierarten gibt, damit beschäftigen sich Forstwirtauszubildender Robert Liebelt (im Foto) und sein Ausbilder Stefan Schuricht im Rahmen einer Projektarbeit mit der Erfassung von Biotopbäumen. „Höhlen- beziehungsweise Biotopbäume spielen eine wichtige Rolle für die Waldlebensgemeinschaft“, sagt Auszubildender Robert Liebelt. „Die zum Teil abgestorbenen Bäume werden derzeit aufgenommen, gekennzeichnet und kartiert“, so Stefan Schuricht. „Die Bäume werden vor einer Fällung geschützt und dem natürlichen Zerfall preisgegeben“, so der Forstwirt.  Dafür ist eine Inventur notwendig. Stefan Schuricht und Robert Liebelt streifen derzeit durch den Stadtwald und begutachten die einzelnen Bäume auf ihren Zustand und bestimmen den tierischen Mieter. „Die Bäume werden mit Symbolen markiert“, sagt Robert Liebelt. „Dadurch fällt uns die Kartierung leichter. Eine Markierung bedeutet nicht, dass der Baum gefällt wird“.

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