Erster Jugendbeirat in Brandis gewählt

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Foto: Stadt Brandis

Brandis. Ein weiterer Schritt in Richtung ganzheitlicher Jugendbeteiligung ist getan: In Brandis wurde jetzt eine Jugendbeirat gewählt.

In Kommunen werden Entscheidungen getroffen, die das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen. Doch wie wird sichergestellt, dass auch die Stimmen der jüngeren Generation, die oft nicht wählen dürfen, in diesen Prozess einfließen? Hier kommt der Jugendbeirat ins Spiel. Brandiser Schüler konnten vom 27. November bis 8. Dezember ihre Stimmen für den ersten Jugendbeirat in Brandis abgeben. Insgesamt standen zehn Kandidierende der beiden weiterführenden Schulen zur Wahl. Am 11. Dezember fanden sich die Jugendlichen im spoc Jugendbüro ein und folgten der öffentlichen Auszählung der Stimmen. Sechs Plätze galt es dabei zu besetzen.

Nun steht die Besetzung des Jugendbeirates fest: Lena Heisch, Aurora Heller, Elise Hübner, Loreen Berndt, Phillipe Thüne, Kyra Schwarze werden ab jetzt gemeinsam die jugendlichen Interessen im Brandiser Stadtrat vertreten und sich für ihre Belange einsetzen. Die frisch gewählten Mitglieder sind begeistert von den Ergebnissen und auch die Schüler, die dieses Mal (noch) nicht gewählt wurden, drückten ihre Freude gegenüber ihren Mitstreitern aus. „Ich freue mich, dass wir als Stadt mit dem Jugendbeirat eine Plattform bieten, auf der junge Menschen aktiv an Entscheidungsprozessen teilnehmen und Vorschläge für Veränderungen oder Verbesserungen in ihrer Gemeinschaft einbringen können“, sagt Bürgermeister Arno Jesse.

Er hatte das Aufstellen eines Jugendbeirates von Beginn an gefördert, um noch mehr Beteiligung in der Kommune zu schaffen. Die Arbeit eines Jugendbeirates ist vielfältig. Grundsätzlich konzentrieren sich die Aufgaben jedoch darauf, die Anliegen, Bedürfnisse und Ideen der jungen Generation zu sammeln, zu artikulieren und an die kommunalen Entscheidungsträger – ob Stadtrat oder Verwaltung – weiterzugeben. So können relevante Themen wie Freizeitgestaltung, Bildung, Umweltschutz, Stadtentwicklung und vieles mehr eine Rolle spielen.

Jesse betont: „Die Einbeziehung junger Menschen in die Entscheidungsfindung auf kommunaler Ebene ist von entscheidender Bedeutung. Jugendliche bringen frische  Perspektiven, Kreativität und eine andere Sichtweise auf soziale, politische und wirtschaftliche Fragen ein.“ Ein Jugendbeirat stärke das Demokratieverständnis und fördere das Engagement der jungen Generation für die Gestaltung ihrer eigenen Lebensumgebung. Die konstituierende Sitzung des Brandiser Jugendbeirates wird Mitte Januar im spoc Jugendbüro stattfinden. Der Termin wird rechtzeitig über die Social-Media-Kanäle (Instagram: jugendbeirat.brandis/spoc.brandis) sowie auf der Stadtwebsite bekannt gegeben.