Wenn die Umwelt Durst hat – Veolia unterstützt Initiative in Grimma

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Ursula Rauwolf von der Baumwege-Initiative Grimma freut sich über die Lieferung des ersten Behältnisses, in dem Regenwasser zum Gießen der Bäume aufgefangen werden soll. Die Veolia-Mitarbeiter Sebastian Pfaff (re.) und Rico Huhn lieferten die Ware nach Schkortitz. Foto: Veolia

Grimma. Baumwege-Initiative Grimma bekommt von Veolia große Behältnisse zum Auffangen des Regenwassers.

Veolia hilft den Bäumen im Großraum Grimma – „und das finden wir echt klasse“, sagt Ursula Rauwolf von der Baumwege-Initiative. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von engagierten Menschen, die sich der Umwelt verpflichtet fühlen und vor allem etwas tun, damit neu angepflanzte Bäume eine Chance haben, trotz großer Trockenheit und Hitze zu überleben.

Der Umweltdienstleister, der sich im Gebiet des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain zuverlässig um die Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung kümmert, unterstützt die Initiative mit größeren Behältnissen, die das Bewässern der Bäume logistisch einfacher macht. „Ich bin bisher mit vielen kleinen Kanistern im Auto losgefahren und habe Baum für Baum gegossen“, schildert Ursula Rauwolf. Auf Dauer sei das einfach nicht effektiv.  Nun übergaben die Veolia-Mitarbeiter Hannes Schmidt, Rico Huhn und Sebastian Pfaff der Initiative bereits zwei 1 000-Liter fassende, sogenannte IBCs zur Sammlung des Regenwassers an der Scheune in Schkortitz.

„Normalerweise“, weiß Hannes Schmidt, Gruppenleiter Abwasser bei Veolia in Grimma, „bekommen wir in den IBCs Chemikalien geliefert.“ Bevor sie zur Sammlung von Regenwasser verwendet werden können, seien sie gründlich gereinigt worden. Auch die Beklebung habe man entfernt. Nun können die Kunststoffbehälter auf einer Europalette stehend und mit einem Hahn versehen auch mobil für Bewässerungszwecke genutzt werden. Man sei, so berichteten die Veolia-Mitarbeiter, sehr dankbar gewesen, als die Behältnisse abgeliefert wurden. Zwei bis dreimal pro Woche, erinnert Ursula Rauwolf, müssten junge Bäume im Hochsommer durchaus gegossen werden, wenn sie überleben sollen. Viel Arbeit für wenige Helfer. Als sie damals als junge Frau nach dem Studium ins Muldental gekommen sei, gefielen ihr die üppigen Obstbaumalleen besonders. „Das war wie im Paradies.“ Doch mit der Zeit wurden immer mehr Bäume entfernt, weil sie störten, oder sind eingegangen, weil sie verdursteten. Glücklicherweise habe sich die gesellschaftliche Einstellung, glaubt die Landwirtin, gewandelt. Immer mehr Menschen registrierten es heute wohlwollend, wenn Bäume nachgepflanzt werden, was allerdings noch viel zu selten der Fall sei.

„Wir finden das Engagement der Baumwege-Initiative Grimma sehr lobenswert und unterstützen es gern“, erklärt Kerstin Härtel, Niederlassungsleiterin von Veolia in Grimma. Im Juni überwies man mit dem Verwendungszweck Öffentlichkeitsarbeit eine dreistellige Summe an die Initiative. Mit dem Geld könnten unter anderem Flyer erstellt werden, die auf das wichtige Engagement der Umweltschützer und Baumliebhaber hinweisen.

Im Herbst, kündigt Kerstin Härtel an, will Veolia den Ehrenamtlichen weiter unter die Arme greifen, wenn an ausgewählten Stellen wieder junge Bäume nachgepflanzt werden. So will man unter anderem leihweise einen älteren Wasserwagen zur Verfügung stellen. Eine logistische Hilfe, die Ursula Rauwolf und ihre Mitstreiter sehr zu schätzen wissen.  www.baumwege-grimma.de