Lidl hat Bestandsschutz in Grimma

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Foto: pixabay

Grimma. Die Supermarkdichte wird sich wohl in den nächsten Jahren in Grimma ändern, zumindest wenn die Pläne auch umgesetzt werden. Da Grimma unter den Supermarktriesen beliebter denn je scheint, versucht die Stadt steuernd einzugreifen. 

Leidtragender Supermarkt könnte dabei der Lidlmarkt sein, suggerierte offensichtlich eine Überschrift eines Medienberichtes einigen Lesern. Das das nicht so ganz  den realen Entwicklungen entspricht zeigte nicht nur der erst kürzliche Ausbau des Marktes.

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Den Riegel will dem Discounter und allen anderen bereits entstandenen Gewerbeflächen niemand vorschieben, sieht zumindest Matthias Berger (parteilos) so. Aus seiner städtebaulichen Sicht ergebe sich, dass Lidl dort niemals hätte bauen dürfen. Fleischer, Bäcker und Post hätten lieber im Bahnhof Platz finden sollen.

Das seien Fehler die vor Jahren gemacht wurden. Hier will die Stadt für die Zukunft klare Regeln aufstellen. Mit dem Bebauungsplan „Bahnhofstraße-West“ schreibt die Stadt die Rahmenbedingungen vor. Darin sind z.b. Vergrößerungsabsichten oder Neuansiedlungen etc. genau geregelt. „Wir wollen keine Erweiterung mehr zulassen.“ sagte das Stadtoberhaupt.

Der Bebauungsplan umfasst ab dem Oberen Bahnhof den Streifen zwischen Gleisanlagen und der Bahnhofstraße. Das Areal soll als sogenanntes Mischgebiet ausgewiesen werden. Das heißt, es dürfen dort nur neue Wohnungen oder Gewerbebetriebe die das Wohnen nicht beeinträchtigen, errichtet werden. Neue Ansiedlungen von großen Supermärkten würde damit entgegengewirkt um die zentralen Versorgungsgebiete für die Zukunft stärken zu können.

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Aus Erfahrung würden Märkte wie Lidl aller zehn Jahre größere Umbaumaßnahmen planen. Die Stadt könne dann auf der rechtlichen Grundlage des neuen Bebauungsplan Bauanträge oder Erweiterungswünsche ablehnen. Der gut frequentierte Lebensmitteldiscounter hatte 2016 erst komplett umgebaut und eine Schließung, wie sie verunsicherte Bürger befürchten, ist derzeit nicht in Sicht. Dennoch sind das ganz normale stadtentwicklungstechnische Überlegungen die nicht nur in Grimma getroffen werden.

Mit der Rewe-Neuansiedlung auf dem Volkshausplatz, dem abgeschlossenen EDEKA Neubau, einem eventuellen Ausbau des Aldi´s in der Innenstadt und den Umbauplänen im PEP ist Bewegung in die sonst starre Verkaufslandschaft gekommen die nicht überall auf Glückseeligkeit trifft.

 

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