Vorsicht – Trickbetrüger wieder unterwegs!

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Foto: pixabay

Landkreis Leipzig  – Pomßen/Colditz. Die Polizei warnt aktuell wieder vor Trickbetrügern. Zwei aktuelle Fälle aus dem Landkreis werden als Beispiele benannt.

Pomßen. Eine 84-jährige Rentnerin erhielt einen Brief einer Rechtsanwaltskanzlei. In diesem wurde ihr mitgeteilt, dass sie an einem Gewinnspiel teilgenommen und „natürlich“ gewonnen hat. Eine einmalige Kostenpauschale eines mittleren vierstelligen Bargeldbetrages sollte aber bitteschön schon überwiesen werden. Die Rentnerin zeigte den Brief ihrer Enkelin, die sinngemäß äußerte, dass sie nicht darauf reagieren sollte, da sie an diesem Gewinnspiel nicht teilgenommen hatte. Am 26.10. bekam die 84-Jährige einen Anruf einer männlichen Person, die sich als „Polizei Leipzig“ vorstellte und fragte, ob die Frau einen Brief auf ein Gewinnspiel bekommen hat.

Der Mann am Telefon sagte, das Betrüger unterwegs sind. Sie sollte kein Geld zahlen. Stattdessen fragte der Mann, wieviel Geld die Rentnerin auf ihrem Konto hat und sollte einen mittleren vierstelligen Betrag abheben, er würde ein Taxi organisieren. Die Rentnerin war so geistesgegenwärtig und rief im Revier Grimma an. Hier wurde der ganze Schwindel entlarvt und die „echten“ Polizisten nahmen die entsprechende Anzeige auf. Es entstand kein Schaden.

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Colditz. Ein 83-jähriger Rentner erhielt einen Anruf von einer Frau, die sich vorstellte, dass sie im Gericht in Berlin arbeitet. Der Rentner wurde aufgefordert einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag an eine türkische Firma zu bezahlen, weil der Rentner angeblich in der Türkei mittels Telefon ein Gewinnspiel mitgemacht habe und bisher noch nicht bezahlt hat. Er sollte umgehend den Betrag bezahlen, ansonsten würde sich der Geldbetrag verdoppeln. Das Geld sollte der Rentner abheben und anschließend nach Crimmitschau (!) fahren und dort einzahlen. Für die Einzahlung sollte der Rentner als „Entschädigung“ einen mittleren fünfstelligen Betrag erhalten. Der Rentner wollte erst seinen Anwalt anrufen. Die Frau verlangte die Nummer des Rechtsanwaltes und den Namen, die er ihr auch herausgab. Nach kurzer Zeit meldete sich der „vermeintliche Anwalt“ mit den Namen und sagte, dass alles in Ordnung sei. Es war natürlich der „falsche“ Anwalt. Die Frau aus Berlin rief wieder an, fragte ob der Rentner selber fahren könnte, ansonsten würde ein Taxi kommen. Die Betrüger erreichten mit einem bestellten Taxi, das der Rentner tatsächlich nach Crimmitschau fuhr. Dort übergab der Rentner in einem Gebäude das Geld, eine Überweisung wurde ausgefüllt und der Rentner bekam eine Quittung.

Dann ging es mit dem Taxi wieder nach Hause. Über das Wochenende kam er dann doch ins Grübeln und meldete den Vorfall am Montag der Polizei.
Anhand dieser beiden Betrugsfälle appelliert die Polizei noch einmal daran, sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen. Nach einem solchen Anruf undbedingt Angehörige, Freunde oder Nachbarn informieren, die Polizei oder auch die Verbraucherschutzzentrale informieren, die dazu Tipps und Hinweise geben kann bzw. die Polizei, die eine Anzeige aufnehmen kann. (Vo)

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