Wenn sich Selbsthilfegruppen vernetzen….

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Im Machener Schlosspark wurde eine Achtsamkeitsübung gemacht. Foto: Sören Müller

Machern/Naunhof. Am vergangenen Wochenende wurde Machern zum bundesweiten Hotspot in Sachen Selbsthilfegruppen.

Die Selbsthilfegruppen „Parthenaue“ und Parthenbrücke“ aus Naunhof hatten zum Treffen eingeladen, denn Selbsthilfegruppen sind zum Erfahrungsaustausch nicht nur in der Region vernetzt sondern auch bundesweit. Solche Netzwerktreffen werden in der Regel einmal im Jahr an einem anderen Ort organisiert. Das Machern nun zum Hotspot wurde hatte den Grund das die Naunhofer Gruppen in diesem Jahr ihr 15-Jähriges Bestehen angegangen sind. Und so pilgerten etwa 60 Personen nach Machern, egal ob aus Hannover oder Aue. „In unserer Selbsthilfegruppe kommen Menschen zusammen, die alkohol,- medikamenten,- drogen,- spiel- oder mehrfachabhängig sind.“  so die Initiatoren der Naunhofer Gruppe, welche sich immer dienstags im Stadtgut trifft. Die Betroffenen können dabei auch ihre Angehörigen mitbringen, denn gerade das Verständnis für eine Suchterkrankung muss auch im engen persönlichen Umfeld da sein. (Kontaktdaten im Link)

„Kern unserer Gruppenarbeit ist der Austausch von Hilfe und Erfahrung durch selbstbetroffene Suchtkranke. Bei Bedarf vermitteln wir auch Therapeuten, Ärzte oder Kliniken und bieten Einzelgespräche an.“

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Selbsthilfegruppen sind selbstorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gleiches Problem oder Anliegen haben und gemeinsam etwas dagegen bzw. dafür unternehmen möchten. Typische Probleme sind etwa der Umgang mit chronischen oder seltenen Krankheiten, mit Lebenskrisen oder belastenden sozialen Situationen. Die Zahl der Selbsthilfegruppen in Deutschland wird auf 70.000-100.000 geschätzt.

Selbsthilfegruppen dienen im Wesentlichen dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, der praktischen Lebenshilfe sowie der gegenseitigen emotionalen Unterstützung und Motivation.

Und genau dieser Erfahrungsaustausch wurde am Samstag in Form einer sogenannten Achtsamkeitsübung im Macherner Schlosspark durchgeführt. Dort wurden verschiedene Stationen angelaufen um sich ganz auf sich selbst und sein Umfeld zu konzentrieren und eben sich selbst wahrzunehmen. Außerdem war es eine tolle Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen, denn Kommunikation und Bewusstsein über die eigene Suchterkrankung sind entscheidende Säulen um aus den Teufelskreisen einer Sucht auszubrechen.

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