Wort gehalten: Mittel für lebendige Dorfzentren werden aufgestockt

Förderprogramm „Vitale Dorfkerne“ geht mit 15 Millionen Euro in die nächste Runde

Foto: pixabay
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Sachsen. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) hat am Freitag den dritten Aufruf „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“ gestartet.

Mit dem Förderprogramm können Projekte zur Innenentwicklung von Gemeinden im ländlichen Raum des Freistaates Sachsen unterstützt werden. Bereits in den Jahren 2016 und 2017 war das Förderprogramm von den Gemeinden sehr stark nachgefragt worden.

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„Wir wollen die Ortszentren im ländlichen Raum stärken. Deshalb unterstützen wir das Engagement von Gemeinden zur Schaffung oder zum Erhalt regionaler Versorgungszentren und Gemeinschaftseinrichtungen. Dafür haben wir die Fördermöglichkeiten erweitert“, so Staatsminister Thomas Schmidt. „Ich freue mich außerdem, dass wir bei diesem Aufruf sogar 15 Millionen Euro bereitstellen können, fünf Millionen Euro mehr als zunächst vorgesehen. Diese Aufstockung ist Teil der besonderen Unterstützung für den ländlichen Raum und damit Teil unseres ‚Plans für Sachsen‘, den Ministerpräsident Michael Kretschmer vor wenigen Tagen im Landtag vorgestellt hat“.

Das Programm Vitale Dorfkerne ergänzt die Umsetzung der regionalen LEADER-Entwicklungsstrategien vor allem für größere Bauvorhaben im baulichen Innenbereich der Dörfer und in den kleinstädtischen Zentren. Es wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts.

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Gefördert werden zentrale Dienstleistungs- und Versorgungszentren sowie öffentliche Einrichtungen in bestehenden Gebäuden, die Neugestaltung zentraler Multifunktions- und Freiflächen sowie der Rückbau ruinöser Bausubstanz. Mit der Fördermöglichkeit für Gebäudeerweiterungen und Ersatzneubauten sowie für den Rückbau brachgefallener Kleingärten wird das Spektrum erweitert.

Für die Bewilligung im Jahr 2018 stehen Fördermittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Der Zuschuss für einzelne Vorhaben beträgt mindestens 75 000 Euro, beim Rückbau von Kleingärten 5 000 Euro. Auf diese Weise erhalten insbesondere größere Projekte eine Chance zur Umsetzung. Der Fördersatz liegt bei maximal 75 Prozent. Bewerben können sich Gemeinden in LEADER-Gebieten. Die Anträge können ab sofort bei den jeweiligen Landratsämtern gestellt werden.

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Hintergrundinformationen:

Durch strukturelle Veränderungen besteht für Gemeinden im ländlichen Raum des Freistaates Sachsen verstärkt Bedarf zur Entwicklung ihrer Zentren und zum Erhalt von Versorgungsstrukturen. Dazu gehören die Revitalisierung von Gebäuden für veränderte Nutzungen, die Beseitigung ruinöser Bausubstanz und ein generationengerechtes Angebot an öffentlichen Freiräumen zur Steigerung der Attraktivität der Dorfkerne und Stadtzentren. Eine Stärkung der Innenbereiche trägt auch zur Vermeidung der Neuausweisung von Bauflächen auf der grünen Wiese und somit zur Senkung des Flächenverbrauchs bei.

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Mit dem Programm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“ wurden seit dem Jahr 2016 insgesamt 69 Vorhaben mit einer Unterstützung von 20 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Wegen des weiter bestehenden Bedarfs und mit Blick auf die positive Resonanz bei den Gemeinden setzt das SMUL das Programm 2018 mit erweitertem Förderspektrum fort.

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