Kulturhaus Beucha und Klettersteig: Förderbescheide für Machbarkeitsstudien eingegangen

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Foto: Stadt Brandis

Beucha/Brandis. Kann das Beuchaer Kulturhaus wieder zu Leben erweckt werden? Ist es möglich, in ein paar Jahren dort vielleicht das Tanzbein zu schwingen? Mit diesen Fragen kann sich nun eine Machbarkeitsstudie beschäftigen.

Dafür wurde seitens des Landratsamtes Landkreis Leipzig der Bescheid über eine Förderung in Höhe von rund 29.000 Euro übersandt. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm ELER nach Richtlinie LEADER/2014. Insgesamt fallen 48.000 Euro an. Rund 19.000 Euro zahlt also die Stadt Brandis. „Ich freue mich sehr, dass wir damit einen Schritt zu einer eventuellen Belebung des Kulturhauses machen können“, gibt sich Bürgermeister Arno Jesse optimistisch.

Um das Kulturhaus Beucha nachhaltig zu erhalten, soll in der Machbarkeitsstudie die Akquisition von Fördermitteln, die Finanzierung des Umbaus, die Nutzung und die zukünftige Unterhaltung unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit untersucht werden. Dazu werden neben der räumlichen Standortanalyse, dem Bedarf und der Nachfrage auch die Bestandsaufnahme des Gebäudes und das Raumkonzept eine Rolle spielen. Außerdem werden Nutzungsmöglichkeiten und Finanzierungskonzepte zur Umnutzung beleuchtet. Diese Fakten münden in einer entsprechenden Dokumentation, die als Entscheidungsgrundlage für weiter Schritte dient.

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Ein ähnliches Prozedere steht dem Projekt Klettersteig am Westbruch bevor. Auch hierfür stellt das Landratsamt Fördermittel für eine Machbarkeitsstudie in Höhe von rund 18.000 Euro zur Verfügung. Die Stadt muss dafür einen Eigenanteil von rund 12.000 Euro aufbringen. Ost- und Westbruch zusammen bieten Klettermöglichkeiten mit über 100 Kletterrouten. Die Idee ist nun, am Westbruch einen Klettersteig zu etablieren. Der soll mit einem permanenten  Verlauf dicht am Gewässer und ca. 500 Metern Länge einen naturverträglichen Rundkurs um den gesamten Westbruch in Brandis bilden. Klettersteige stellen das Zwischenglied zwischen dem Klettern und dem Wandern dar. Sie sind öffentlich angelegte und – im Gegensatz zu vielen Freikletter-Routen – fest definierte Wege, um ein gestecktes Ziel zu erreichen.

Im Bedarfsfall sind Klettersteige durch z.B. Eisentritte oder Trittmöglichkeiten im Fels sowie durch eine Seilsicherung (Stahlseil, Kette o.ä.) am Fels ausreichend gesichert. So stellen Klettersteige in der Sächsischen Schweiz und im Erzgebirge sowie im Zittauer Gebirge starke Anziehungspunkte für den Tourismus ihres Umlandes dar. Die Möglichkeiten Klettersteige zu benutzen locken hier neben regionalen Nutzern vor allem überregionale und internationale Gäste an. Bis auf den Übungsklettersteig am Ostbruch wäre das im Umkreis von rund 100 Kilometer ein Alleinstellungsmerkmal für Brandis. Ein weiterer Höhepunkt der Route soll durch eine Überquerung des Wassers mit einer Seilbrücke entstehen.

Gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein würde die Stadt Brandis das Projekt gern umsetzen. „Auch hier wird die Machbarkeitsstudie der erste Schritt in die weiteren Phasen des Vorhabens sein“, so Jesse und weiter: „Ich bin überzeugt, dass so eine tolle Sportmöglichkeit viele Naturfreunde aus weiter entfernten Regionen anzieht und wir als Kommune nur profitieren können.“ In der Machbarkeitsstudie wird es neben der Ausgangssituation und Nutzung vor allem um die Darstellung der Potenziale, aber auch der Defizite gehen, die es dann gilt, entsprechend auszuwerten und abzuwägen. Für zwei weitere Förderanträge stehen die Bescheide noch aus. Das betrifft einerseits die Neugestaltung des Spielplatzes an der Kleinsteinberger Straße in Beucha, andererseits beantragte Fördermittel für geplante Gestaltungsmaßnahmen im Brandiser Stadtpark.

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