Vfl Bochum gewinnt ersten Traditionscup

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Grimma. Der VfL Bochum ist Sieger der ersten Auflage des Grimmaer Traditionscups.

In einem extrem ausgeglichenen und sehr spannenden Turnier bewiesen die Westfalen mit zehn Punkten den längsten Atem und ließen den FC Erzgebirge Aue sowie den 1. FC Magdeburg (beide neun Zähler) hauchzart hinter sich. Beachtlich war jedoch auch das Abschneiden des einheimischen FC Grimma. Die vom jahrelangen Manager Wolfgang Schlick zusammengestellte und vom ehemaligen DDR-Oberliga-Torschützenkönig Klaus Havenstein gecoachte Mannschaft gewann zwei Begegnungen, holte immerhin sieben Punkte und belegte somit einen sehr guten vierten Rang. Damit verwiesen die Muldestädter den Chemnitzer FC sowie den 1. FC Lokomotive Leipzig auf die folgenden Plätze.

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Auch diese beiden Mannschaften spielten in der mit 300 Zuschauern gefüllten Grimmaer Muldentalhalle durchaus einen feinen Ball und hätten bei etwas mehr Fortune ebenfalls eine bessere Platzierung erzielen können. Immerhin stellten die Chemnitzer mit Thomas Vollmann den besten Torhüter des Turniers – ohne Frage, eine durchaus nachzuvollziehende Wahl. Als bester Spieler wurde Thorsten Görke (Aue) geehrt, der in der Abstimmung eine überwältigende Mehrheit fand. Zum Abschluss kam jedoch noch einmal Jubel in der Muldentalhalle auf, als der Grimmaer Andy Müller mit seinen sechs Treffern zum besten Torschützen des Turniers ausgezeichnet wurde. Allgemeiner Tenor war, dass die Oldies am Ball absolut nichts verlernt haben – was in der Muldentalhalle geboten wurde, war Budenzauber allererster Güte! Insgesamt kann diese Premiere des Traditionscups durchaus als äußerst gelungen betrachtet werden, die Neuauflage ist bereits für den 29.12.2018 in der Muldentalhalle vorgesehen.

Im ersten Turnierspiel sorgte der einheimische FC Grimma gleich für die erste faustdicke Überraschung. Gegen den 1. FC Magdeburg ließ man sich von einem frühzeitigen 0:1-Rückstand nicht schocken und drehte die Partie durch Treffer von Andy Müller, René Großmann und André Schober in einen 3:1-Sieg um.

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Es folgte eine extrem spannende Begegnung zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem Chemnitzer FC. Dreimal ging der CFC in Führung (Kellig, Lucic, Liebers), dreimal glichen die Probstheidaer (Wulftange, 2x Zimmerling) aus. Das Geschehen wogte fortan hin und her, doch ein Treffer von Torsten Winkler sorgte kurz vor Schluss für einen 4:3-Erfolg des 1. FC Lokomotive Leipzig.

In der Begegnung zwischen dem VfL Bochum und dem FC Erzgebirge Aue sahen die Zuschauer anschließend Hallenfußball von einem extrem hohen Niveau. Beide Teams ließen den Ball sehr gut durch die eigenen Reihen zirkulieren und sorgten somit für jede Menge Beifall unter den Fans. Der einzige Unterschied war, dass sich Bochum vor dem Tor resoluter zeigte. Angeführt von Ikone Peter Peschel (248 Spiele, 60 Tore für den VfL), der in dieser Begegnung auch zweimal traf, erwiesen sich die Westfalen nach den 13 Minuten als 4:1-Sieger. Auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Thorsten Görke warf die Bochumer nicht aus der Bahn, in der Endphase sorgten die Ruhrstädter für klare Fronten. Mit diesem Sieg setzte der VfL frühzeitig sofort eine extreme Duftmarke.

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Umso überraschender war, dass die Westfalen dann gegen den Chemnitzer FC Punkte abgaben. Dabei erwiesen sich die Westsachsen über die komplette Spielzeit als ein mehr als ebenbürtiger Gegner und hatten mit Thomas Vollmann einen überragenden Keeper zwischen den Pfosten. Zwar drehte der VfL einen 0:1-Rückstand durch Treffer von Joppe und Schmidt in eine 2:1-Führung um, doch der Ausgleich von Jörg Illing war absolut verdient, da die Chemnitzer insgesamt sehr diszipliniert auftraten.

Ein Spiel zuvor hatten die Grimmaer im Duell mit Aue nicht die Spur einer Chance. Bereits nach sechs Minuten führten die Erzgebirgler mit 4:0, im Anschluss daran verwalteten die Veilchen das Resultat souverän. Grimma versuchte zwar das Ergebnis freundlicher zu gestalten, doch Görke ließ das Ergebnis gegen Ende noch auf 5:0 anwachsen. In diesem Spiel war Aue für die Gastgeber einfach eine Nummer zu groß.

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Allerdings konnten sich die Muldestädter im Turnierverlauf wieder steigern. Dies sah man schon in der Begegnung gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig. Als Andy Müller die Gastgeber kurz vor Schluss mit 3:2 in Front schoss, war der zweite Erfolg greifbar nah. Doch der Last-Second-Ausgleich, von Markus Wulftange erzielt, ließ diesen Grimmaer Traum wie eine Seifenblase zerplatzen. Doch vier Punkte aus den ersten drei Spielen waren für die Muldestädter nichtsdestotrotz aller Ehren wert.

Es folgten darauf zwei Begegnungen mit einem etwas überraschenden Ausgang. Zunächst verlor der VfL Bochum in einer in der Endphase sehr hektischen Partie gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:3, wobei die Anhaltiner in diesem Spiel äußerst abgezockt und konzentriert agierten. Anschließend zog Erzgebirge Aue mit 1:3 gegen einen diesmal sehr gut aufspielen Chemnitzer FC den Kürzeren.

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Zur Turnierpause war alles eng beisammen, alle Teams hatten durchaus die Möglichkeit die Veranstaltung zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Im Anschluss daran legte der VfL Bochum jedoch noch einmal einen Zahn zu und unterstrich mit einem 5:2-Erfolg gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig durchaus seine Ambitionen. Die Probstheidaer waren in diesem Spiel chancenlos, die Westfalen nutzten resolut die sich bietenden Möglichkeiten. Durch diesen Sieg setzte sich der VfL an die Spitze des Teilnehmerfeldes und profitierte dabei von einer 2:4-Niederlage des 1. FC Magdeburg gegen den FC Erzgebirge Aue. Die von Wismut-Idol Jürgen Escher gecoachte Mannschaft aus dem Lößnitztal brachte sich durch diesen Erfolg selbst wieder ins Gespräch in Sachen Turniersieg.

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Dies traf plötzlich auch auf den einheimischen FC Grimma zu, der in eindrucksvoller Manier den Chemnitzer FC mit 4:2 bezwang. Konsequent und resolut verwerteten die Muldestädter die Möglichkeiten, die ihnen der CFC gestattete. Immer wieder gelang es den Grimmaern aus Fehlern bei Chemnitzer Überzahlsituationen mit ihrem spielenden Torhüter Profit zu schlagen – Alexander Kunert und Mirko Liebich sorgten jeweils mit einem Doppelpack für einen 4:0-Vorsprung. Zwar kamen die Westsachsen, durch Treffer von Hendrik Liebers und Danilo Kunze, in der Endphase auf 4:2 heran, doch letztlich gewannen die Grimmaer nicht unverdient diese Begegnung.

Vor der letzten Runde führte Bochum vor Grimma (jeweils sieben Punkte) das Turnierfeld an – der Spielplan-Gestalter machte es möglich, dass nun ausgerechnet beide Teams in ihrem letzten Spiel gegeneinander antraten. Der Sieger dieser Begegnung wäre gleichzeitig Turniersieger, ein Remis hätte Aue und Magdeburg noch eine Chance auf den Titel ermöglicht. Die Westfalen zeigten sich in dieser Partie jedoch noch einmal hoch konzentriert, durch Treffer von Kevin Schmidt (2x) und Michael Bemben zog der VfL frühzeitig auf 3:0 davon. Zwar verkürzte der FC durch einen Treffer von Andy Müller auf 3:1, doch machte Bochum in der Folgezeit Nägel mit Köpfen. Kevin Schmidt und Pascal Langer ließen das Ergebnis auf 5:1 anwachsen, den Gastgebern gelang nicht mehr als das 5:2 von Andy Müller. Nach den 13 Minuten jubelte Bochum, der mit diesem Sieg nicht unverdient dieses Turnier gewann. Doch auch die Einheimischen durften mit dem Turnierverlauf im Endeffekt sehr zufrieden sein – zwischen Turniersieg und Rang vier war diesmal nicht viel Luft.

Im Anschluss daran untermauerte Erzgebirge Aue mit einem 5:2-Sieg über den 1. FC Lokomotive Leipzig eindrucksvoll seine Ambitionen auf den Vizerang. Nach fünf Minuten führte Aue durch Treffer von Maik Kunze, Frank Berger (2x) und Spielmacher Borislav Tomoski mit 4:0, Dirk Rettig sorgte später sogar noch für den fünften Treffer. Gegen Ende verkürzten die Probstheidaer in Person von Matthias Zimmerling und Torsten Winkler zwar noch auf 5:2, doch sollte dies bezüglich des verdienten Auer Sieges nichts ändern. Damit waren die Erzgebirgler auf Rang zwei und hätten nur noch durch einen Magdeburger Sieg über Chemnitz mit fünf Treffern Unterschied davon verdrängt werden können.

Und diesen hohen Sieg hatte sich der FCM tatsächlich auch vorgenommen. Zwar lagen die Elbestädter durch einen Gegentreffer von Danilo Kunze frühzeitig in Rückstand, doch Timm Kreibich (2x) und Dirk Hannemann drehten die Partie kurzerhand. Im Anschluss daran verpassten es die Magdeburger jedoch, die sich bietenden Möglichkeiten weiterhin konsequent zu verwerten. Ein höherer Vorsprung war durchaus im Bereich des Möglichen. Hinzu kam, dass durch folgenschwere Magdeburger Fehler im Spielaufbau die Chemnitzer zurück ins Spiel kamen. Liebers und Illing sorgten dabei für den 3:3-Ausgleich. Doch Magdeburg versuchte es trotzdem weiter, was man letztlich um ein Haar sogar noch geschafft hätte. In den letzten zwei Minuten wurde aus einem 3:3 plötzlich ein 7:3 (Wichmann, Selbsttor Wende, Siersleben, Hannemann), ein weiterer Treffer hätte dem FCM zum Vizerang gereicht. Doch dieser sollte nicht mehr fallen, so dass die Abschlusstabelle ein Kuriosum beinhalten sollte. So hatten Aue und Magdeburg jeweils neun Punkte und 16:11 Tore – der direkte Vergleich sprach mit 4:2 jedoch für die Erzgebirgler. Aue wurde somit Zweiter, Magdeburg musste sich mit dem Bronzeplatz zufriedengeben. Die Chemnitzer verpassten durch diese Niederlage den Sprung auf Platz vier, so dass der CFC letztlich vor dem 1. FC Lokomotive Leipzig (beide vier Zähler) nur auf Rang fünf einkam.

  • Schiedsrichter:               Mirko Eckart (Döbeln), René Krüger (Leipzig)
  • Zuschauer:                     300 in der Muldentalhalle, Grimma
  • bester Torschütze:         Andy Müller (FC Grimma) 6 Tore
  • bester Spieler:               Thorsten Görke (FC Erzgebirge Aue)
  • bester Torhüter:             Thomas Vollmann (Chemnitzer FC)

 

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