Hochsommer erhöht Waldbrandrisiko Waldbrandprognose verschärft sich übers Wochenende

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Sachsen. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, werden am heutigen Freitag und am Wochenende in Sachsen Höchsttemperaturen zwischen 33 und 37°C im Flachland und 27 bis 32°C im Bergland erwartet. Bis in den Sonntag hinein bleibt es dabei niederschlagsfrei und es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. Damit steigt die Waldbrandgefahr in allen Regionen Sachsens an.

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Insbesondere in den nördlichen Landesteilen in den am stärksten waldbrandgefährdeten Regionen wird die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 (sehr hohe Waldbrandgefahr) erreicht.

In Kombination mit den in den oberen Bodenschichten stark ausgetrockneten Böden in Wald und Flur ist dies eine extreme Situation, die von jedermann besondere Vorsicht erfordert.Nach Auskunft des DWD kommt es zwar am Sonntag zu ersten Wärmegewittern, aber die damit verbundenen Niederschläge bringen keine flächendeckende Entlastung der Trockenheit. Auch in der neuen Woche bleibt die Temperatur zunächst verbreitet über 30°C und gewittrige Schauer sind nur sehr vereinzelt zu erwarten, so dass das angespannte Waldbrandrisiko zunächst nicht flächendeckend zurückgeht. Erst in der Mitte der kommenden Wochen sollen die Niederschläge etwas großflächiger ausfallen und damit verbunden die Temperaturwerte etwas sinken.

Generell fallen in den nordsächsischen Regionen geringere Niederschlagsmengen als in den südlichen Landesteilen. Außerdem überwiegen sandige Böden, die nur über eine geringe Wasserspeicherfähigkeit verfügen und schneller austrocknen als bspw. lehmige Substrate. Hinzu kommt, dass auf diesen Standorten die Kiefer in den Wäldern weit verbreitet ist, weshalb diese Gebiete in die Waldbrandgefahrenklasse „A … Hohes Waldbrandrisiko“ eingestuft sind. Die aktuelle Gefahrenlage wird durch das in ganz Sachsen zu verzeichnende Niederschlagsdefizit, welches in Nordsachsen derzeit bis zu 30% gegenüber dem langjährigen Mittel beträgt, noch verschärft. Deshalb kommt dem Waldumbau hin zu strukturierten Mischbeständen aus Laub- und Nadelbaumarten, insbesondere auch aus Gründen des vorbeugenden Waldbrandschutzes, eine sehr große Bedeutung zu.Für die Waldbrandüberwachung sind in Sachsen die Landkreise zuständig und können Regelungen erlassen, die dem vorbeugenden Waldbrandschutz dienen. Im Einzelfall kann dies auch zu Einschränkungen für Waldbesucher bis hin zu einem Betretungsverbot von besonders waldbrandgefährdeten Wäldern führen. Eine solche Sperrung des Waldes dient sowohl dem Schutz der Waldbesucher als auch dem Schutz des Waldes vor Bränden. Zu beachten sind hier die gesonderten Veröffentlichungen und Bekanntmachungen der Landkreise.

Im Wald ist grundsätzlich der Umgang mit offenem Feuer ganzjährig verboten. Darunter fallen auch das Rauchen, Grillen, Anzünden von Lagerfeuern aber auch das Auf-steigenlassen von Himmelslaternen. Die Zufahrtswege zu Waldgebieten sind nicht mit parkenden Fahrzeugen zu blockieren, da die Waldwege Rettungswege für Feuerwehren und Krankenfahrzeuge darstellen und zudem der Holzabfuhr dienen. Außerdem könnte sich trockene Bodenvegetation am Katalysator des Fahrzeugs entzünden und einen Waldbrand verursachen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.sachsenforst.de oder www.dwd.de.

Quelle: PM Sachsenforst – Staatsbetrieb Sachsenforst

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