Großpösna. Der Tourismus am Störmthaler See soll in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden.
Für die Erschließung der östlichen Grunaer Bucht stellt der Freistaat Sachsen Fördermittel in Höhe von 10,75 Millionen Euro bereit. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 12,36 Millionen Euro. Die Förderbescheide wurden am Dienstag von Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter an Großpösnas Bürgermeister Daniel Strobel übergeben. Die Mittel stammen aus dem Bund-Länder-Programm GRW-Infra zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur.
Geplant ist die Entwicklung eines rund 20,6 Hektar großen touristischen Gewerbegebiets am Südufer des Sees. Die Grunaer Bucht soll damit an die bereits vor etwa 15 Jahren erschlossene Magdeborner Halbinsel anknüpfen und das touristische Angebot im Leipziger Neuseenland erweitern.
Strandpromenade, Panoramaweg und Bootsanleger
Der größte Teil der Förderung – rund 8,99 Millionen Euro – fließt in die Erschließung des touristischen Gewerbegebietes. Vorgesehen sind unter anderem Straßenbauarbeiten sowie die Verlegung von Trinkwasser-, Abwasser- und Medienanschlüssen.
Herzstück des Projekts wird ein neuer Erholungsstrand mit einer 325 Meter langen Strandpromenade. Geplant sind zudem Sanitäranlagen, eine Slipanlage für Boote, Buhnen sowie ein barrierefreier Panoramaweg mit Aufzug und Rampe.
285 neue Parkplätze für Besucher
Zusätzlich entstehen am Südufer insgesamt 285 kostenpflichtige Pkw-Stellplätze. Diese verteilen sich auf einen zentralen Hauptparkplatz mit 90 Stellplätzen sowie einen vorgelagerten Überlaufparkplatz mit weiteren 195 Stellplätzen. Auch Fahrradabstellanlagen sind vorgesehen. Für dieses Teilprojekt stellt der Freistaat weitere 1,76 Millionen Euro bereit.
Freistaat setzt auf wirtschaftliche Impulse
Wirtschaftsminister Dirk Panter sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Schritt für die Entwicklung des Leipziger Neuseenlandes. Die Region zeige beispielhaft, wie sich ehemalige Bergbaulandschaften zu attraktiven Wasser- und Tourismusregionen entwickeln können. Die Investitionen würden nicht nur die Aufenthaltsqualität für Badegäste und Wassersportler erhöhen, sondern auch Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Handel und Dienstleister stärken.
Auch der Präsident der Landesdirektion Sachsen, Béla Bélafi, sprach von einem wichtigen Signal für die weitere Entwicklung der Region. Die Förderung zeige, wie durch die Zusammenarbeit von Freistaat, Landesdirektion und Kommune die Umwandlung ehemaliger Bergbauflächen in attraktive Freizeit- und Tourismusstandorte vorangetrieben werden könne.
Bürgermeister Daniel Strobel bezeichnete die Förderung als bedeutenden Schritt für die wirtschaftliche Zukunft der Gemeinde. Die touristische Entwicklung am Störmthaler See biete großes Potenzial, das nun durch den Ausbau der notwendigen Infrastruktur erschlossen werden könne.
Fertigstellung bis 2029 geplant
Die Erschließung des touristischen Gewerbegebiets soll nach aktuellen Planungen bis Ende 2028 abgeschlossen werden. Die neuen Parkplätze sollen spätestens bis 31. Dezember 2029 fertiggestellt sein. Damit könnte der Störmthaler See in den kommenden Jahren einen weiteren wichtigen Entwicklungsschub als Freizeit- und Tourismusstandort im Leipiger Neuseenland erhalten.












