Leblose Person im Steinbruch bei Brandis entdeckt

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Brandis/Waldsteinberg. Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ist es am Dienstagvormittag im Westbruch bei Waldsteinberg gekommen.

Gegen 11 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Beucha, Brandis, Polenz, Altenbach und Naunhof gemeinsam mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister, dem Rettungsdienst, einem Rettungshubschrauber sowie der Polizei zu einer Wasserrettung alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung. In dem Steinbruch wurde eine im Wasser treibende leblose Person entdeckt. Die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden konnten die Person aus dem Gewässer bergen. Trotz des schnellen Einsatzes aller beteiligten Kräfte kam für die betroffene Person jede Hilfe zu spät. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen war ein umfangreiches Aufgebot von Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei übernahm anschließend die Ermittlungen und prüft nun die genauen Umstände des Todesfalls.

Immer wieder kam es in dem Steinbruch bei Brandis zu schweren Unfällen aber auch Todesfällen, vor allem aber durch leichtsinnige Sprünge von den Klippen. Der Steinbruch ist kein Badegewässer und daher auch nicht als Solcher freigegeben!

Warum das Baden in Steinbrüchen besonders gefährlich ist
Viele Menschen unterschätzen die erheblichen Gefahren, die von stillgelegten oder aktiven Steinbrüchen ausgehen. Obwohl das Wasser oft klar und einladend wirkt, handelt es sich dabei nicht um überwachte Badegewässer. Steinbrüche sind in erster Linie ehemalige oder bestehende Arbeitsstätten und keine Freizeit- oder Badeanlagen.

Eine der größten Gefahren sind die oft extremen Wassertiefen. Bereits wenige Meter vom Ufer entfernt kann der Grund plötzlich steil abfallen. Hinzu kommen starke Temperaturunterschiede im Wasser. Während die Oberfläche an warmen Tagen angenehm erscheint, können in wenigen Metern Tiefe Temperaturen von nur wenigen Grad herrschen. Der plötzliche Kontakt mit kaltem Wasser kann zu Kreislaufproblemen, Muskelkrämpfen oder sogar einem Kälteschock führen.

Darüber hinaus befinden sich unter der Wasseroberfläche häufig Felsen, Geröll, Metallteile, Baumstämme oder andere Hindernisse, die vom Ufer aus nicht sichtbar sind. Besonders gefährlich sind Sprünge von Klippen oder Felsvorsprüngen. Schon eine geringe Fehleinschätzung der Wassertiefe oder das Auftreffen auf verborgene Hindernisse kann zu schwersten Verletzungen der Wirbelsäule, Schädelverletzungen oder sogar zum Tod führen.

Auch die steilen und oftmals instabilen Uferbereiche stellen ein erhebliches Risiko dar. Lose Gesteinsbrocken können abrutschen und Personen ins Wasser reißen. Gleichzeitig erschweren glatte Felswände und steile Böschungen die eigene Rettung oder die Rettung durch andere Personen erheblich. Wer in Not gerät, kann das Gewässer häufig nicht aus eigener Kraft verlassen.

Ein weiterer Faktor ist die fehlende Infrastruktur. In Steinbrüchen gibt es in der Regel keine Wasseraufsicht, keine Rettungsschwimmer, keine Notrufeinrichtungen und oftmals nur schwer zugängliche Zufahrtswege für Rettungskräfte. Dadurch kann wertvolle Zeit verloren gehen, wenn es zu einem Unfall kommt.

Aus diesen Gründen weisen Behörden, Feuerwehren und Rettungsdienste immer wieder darauf hin, dass Steinbrüche keine Badegewässer sind und das Betreten sowie Baden dort lebensgefährlich sein kann. Die tragischen Unfälle der vergangenen Jahre zeigen immer wieder, wie schnell ein vermeintlicher Sprung ins kühle Nass tödliche Folgen haben kann.