AC/DC rocken das Ostragehege in Dresden

Für das Zusatzkonzert am Mittwoch, 19. Juni, gibt es noch Restkarten an der Abendkasse

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Foto: Thomas Kube

Dresden. AC/DC – die legendäre Rockband ist zurück auf den Bühnen der Welt. Zumindest erstmal in Europa. Im Mai startete ihr PowerUp-Tour in Gelsenkirchen und am Sonntag, 16. Juni, waren sie nun auch in Ostdeutschland live zu erleben.

Wie schon 2015 rockten sie die Flutrinne im Ostragehege an der Messe Dresden und die 77.000 Tickets für das erste Konzert waren schnell vergriffen. Nach vier ausverkauften Rammstein-Konzerten nun also noch zweimal AC/DC. Damit wird die Landeshauptstadt in diesem Jahr auch zur Konzerthauptstadt Sachsens.

Auch nach mehr als 50 Jahren Band-Historie sind Young, Johnson und ihre Mitstreiter immer noch unermüdlich unterwegs. Allen voran natürlich Angus Young, der mittlerweile 69-Jährige in seiner obligatorischen Schuluniform an der Leadgitarre. Er ist das Gesicht der Band und einziges verbliebenes Gründungsmitglied. Doch auch Sänger Brian Johnson (76) ist schon seit 1980 dabei, als er den unvergessenen verstorbenen Sänger Bon Scott ersetzte. Und mit Johnson begann eine neue Ära für AC/DC. Gleich das erste Album mit dem neuen Sänger – „Back in Black“ – stieg in den Rock-Olymp auf. Es verkaufte sich über 50 Millionen Mal und wurde somit zum zweitmeistverkauften Album aller Zeiten. Nur übertroffen von Michael Jacksons „Thriller“.

Foto: Thomas Kube

Rhythmusgitarrist Stevie Young (der Neffe von Angus) sowie die neuen Bandmitglieder Schlagzeuger Matt Laug und Bassist Chris Chaney vervollständigen das lautstarke Quintett. Doch sie alle halten sich bewusst im Hintergrund. Die Show, über große Videoleinwände bis in die letzten Zuschauerreihen gut sichtbar, ist vornehmlich auf den 1,65 Meter kleinen großen Gitarrist Angus Young und Sänger Brian Johnson zugeschnitten. Letzterer gewohnt wortkarg zwischen den Titeln und vom Rocker-Leben geschädigt. Es heißt, er hat linksseitig das gesamte Gehör verloren, rechts sind noch 38 Prozent Hörfähigkeit vorhanden. Mit speziellen Hörgeräten kann er dennoch die Tour absolvieren und rettet die Fans damit vor erneuten Aushilfen wie einst Axl Rose.

Die Show beginnt mit einem Oldie aus der Hitliste der Rockgiganten: „If You Want Blood You’ve Got It“ – „Wenn ihr Blut wollt, bekommt ihr es.“ Noch aus den Zeiten von Bon Scott und somit wohl gleich eine Hommage an ihn. Darauf folgt sogleich „Back in Black“ vom besagten erfolgreichsten AC/DC-Album. Und dann viele Hits ihrer Wahnsinnskarriere. Für alle reicht es nicht, bei der zweistündigen Show. Beispielgebend seien hier nur „Thunderstruck“, „Highway to Hell“, „Let there be Rock“, „TNT“ und natürlich der finale Song „For Those About to Rock“ genannt. Dazu werden erwartungsgemäß die Kanonen in den Bühnenvordergrund gerollt und es kracht und knallt wie in einer Silvesternacht.

Wer dieses Zeremoniell noch nie live erlebt hat, sollte sich sputen. Noch gibt es Resttickets für das zweite Dresden-Konzert an allen bekannten Vorverkaufsstellen.  Am Mittwoch, 19. Juni, startet der der „Rock‘n‘Roll Train“ ein zweites und letztes Mal in Dresden. Vielleicht das allerletzte Livekonzert von AC/DC in Sachsen.