Ostersonntag bei Käthe lockte viele Besucher nach Nimbschen – Bürgermeister pflanzte Rose auf neugestaltetem Klosterareal

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Grimma. Schauspiel und Tanz bei Speis und Trank: Mit der Festveranstaltung „Ostersonntag bei Käthe“ begrüßte Grimma am 05. April die Frühlingssaison. Im letzten halben Jahr wurde die Parkanlage um die Ruine für 127.000 Euro liebevoll umgestaltet.

DSC 0201Als Symbol für die Einweihung des umgestalteten Areals pflanzte Oberbürgermeister Matthias Berger und Hotelier Dr. Fred Urban die letzte fehlende „Luther-Rose“. Zahlreiche archäologische Ausgrabungen gingen voran, um die Grundrisse des Klosterdenkmales genau zu bestimmen. Bei der letzten Ausgrabung konnten 50 Funde, darunter Scherben, Mauerreste, ein guterhaltenes Weihwasserbecken und menschliche Knochen im Bereich des Kreuzganges und der Klosterkirche registriert werden. Dadurch war es möglich, die Kirche als einschiffige, über 50 Meter lange Halle und die Ausdehnung des Kreuzganges zu bestimmen. Die verschwundenen Gebäude des Klosters wurden durch die Neugestaltung wieder sichtbar. Ein neuer Rundweg erinnert an die Epoche der Romantik. Kunsthandwerker, Kinderanimationen und eine Ostereiersuche des INJOYmed Grimma für Kinder auf der Klosterwiese, bereicherten das Fest. Ein Bühnenprogramm sorgte für Kurzweil. Unter anderem veranschaulichte das Leipziger Tanz-Ensemble Tourdion die Lebensart der Renaissance auf unterhaltsame Weise. „Die Bertholdin“ – Paula Jana Herold erzählte in ihrem Schauspiel vom Färben, Waschen, Reduzieren und Bemalen der Ostereier und lies Mutige aus der Osterküche Luthers und Katharinas kosten. „Dr. Martin Luther und seine Gattin“ kümmerten sich persönlich um das leibliche Wohl ihrer Gäste. Kunsthandwerker aus der Region lockten mit individuellen Geschenkideen oder handwerklichem Können. An den neuen Informationstafeln erfahren Besucher mehr über die Geschichte des Klosters und über Katharina von Bora. Bänke laden zum Verweilen ein. Für frisches Grün sorgen Neupflanzungen von Rotbuchen, Weymouthkiefern, Trauerbuche, Säuleneichen und zahlreichen Sträuchern wie Schneebeere und Alpenjohannisbeere. Jede Menge Erinnerungen an die Reformation und deren Wegbegleiter haben in Grimma die Jahrhunderte überstanden. Martin Luther beeinflusste die Stadt zeitig durch seine Predigten in der Klosterkirche. Mit der Flucht der Katharina von Bora, Luthers späterer Ehefrau sowie weiterer Zisterzienser-Nonnen in der Osternacht 1523 aus dem Kloster Marienthron wurde Grimma weltberühmt. Vom 28. bis 30. August 2015 feiert die Stadt vor den historischen Schauorten das bundesweite Festival der Reformation. 

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