Probebohrung in Trebishain erfolgreich abgeschlossen

Hydrogeologen kümmern sich jetzt um die weitere Planung des Ersatzbrunnens in Trebishain / Inbetriebnahme soll bis zum Sommer erfolgt sein

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Foto: Bohrgesellschaft Roßla mbH

Trebishain. Zu Beginn des neuen Jahres ist die Probebohrung für einen neuen Brunnen in Trebishain (Stadt Frohburg) abgeschlossen. Auch ein Pumpversuch sei vielversprechend gewesen, informiert Jens Glöckner, der das Vorhaben als Projektleiter bei Veolia im Auftrag des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain betreut.

„Der Brunnen in Trebishain ist jetzt 50 Jahre alt und bringt in letzter Zeit nicht mehr die gewünschte Förderleistung“, weiß Verbandsgeschäftsführer Lutz Kunath. Deshalb habe man entschieden, Ersatz zu schaffen. Zumal die im ersten Schritt veranlasste Reinigung der zugesetzten Filterschlitze nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe.

Bis in 120 Meter Tiefe arbeiteten sich die Fachleute der Bohrgesellschaft Roßla mbH durch massiven Sandstein kontinuierlich vor. Ob sie dort auf nutzbare Wasserressourcen stoßen würden, habe man nicht absehen können, erläutert Jens Glöckner. „Die gute Nachricht: Sie haben Wasser gefunden.“ Und zwar kurz vor dem Ziel: in 110 Metern Tiefe. Nun wird ermittelt, wo genau der Zustrom des Wassers lokalisierbar und wie die Qualität des Wassers ist.

Foto: Veolia

Erste Pumpversuche ergaben eine Förderleistung von circa 35 Kubikmetern pro Stunde, was für eine Probebohrung „ein sehr ordentlicher Wert“ sei, erläutert Jens Glöckner. Nun sind unter anderem die Hydrogeologen gefragt, die im Detail festlegen, wie der Brunnen ausgebaut wird. Die Filterschlitze im Stahlrohr müssten an geeigneten Stellen angebracht werden – dort, wo der Zustrom am effektivsten ist.

Für Lutz Kunath sind das zu Beginn des Jahres sehr positive Nachrichten. Müsse man doch in Zeiten des Klimawandels auf die Wassergewinnungsanlagen verstärkt den Fokus legen. Deshalb habe man sich auch entschieden, in Trebishain Ersatz zu schaffen. Bis zum Sommer soll der neue Brunnen am Netz sein.

Trebishain ist jedoch längst nicht die einzige Maßnahme, um die Wassergewinnung im Gebiet des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain auf ein sicheres Fundament zu stellen. „Derzeit“, informiert Lutz Kunath, „laufen bereits die Vorbereitungen zur Errichtung eines weiteren Brunnens im Festgestein der Wasserfassung Prießnitz, der perspektivisch zwei Anlagen in der Wasserfassung Frohburg ersetzen soll.“