Mit Kampf und Moral gewinnen die ESA Volleys in Hamburg

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Foto: Memofotografie

Grimma/Hamburg. Es war die erwartende „schwer zu knackende Nuss“ die Grimmas ESA Volleys in Hamburg vor sich hatten, doch nach 203 Spielminuten hatten die Spielerinnen  von Trainer Munari das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite.

Wie gewohnt, starten die ESA Volleys sehr druckvoll und zielsicher ins Spiel und können im 1. Satz ihr volles Können abrufen, sich verdient absetzen und einen 6-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Der ETV Hamburg sichtlich beeindruckt kann den Spielfluss der Gäste nicht unterbinden und muss sich in eigener Halle vor 203 Zuschauern geschlagen geben, Grimma gewinnt Satz 1 mit 25:18! Im 2.Satz haben die Gäste von der Mulde weiterhin die Führung bis zur 1. techn. Auszeit in den Händen, bevor sie diese dann an die Gastgeberinnen abgeben und nicht wieder zurück erobern können, Hamburg gewinnt 25:22 und gleicht aus.

Mit reichlich „Oberwasser im Elbkanal“ ziehen die Hamburgerinnen im 3. Satz auf und davon, Grimma kann dem Spielfluss nicht folgen zur 2.techn. Auszeit führen die Hamburgerinnen bereits mit 16:10. Auch eine aufopferungsvolle Aufholjagd nützt und bringt für die ESA Volleys nicht mehr den zählbaren Erfolg, Hamburg gewinnt auch diesen Satz mit 25:21.

Gleiches Bild im folgenden und spielentscheidenden Satz Nr.4, Hamburg dreht auf und profitiert von Grimmas hoher Eigenfehlerquote und erspielt sich schnell wieder einen 6 Punkte Vorsprung, doch Grimmas- Sechser gibt sich nicht auf und kämpft sich mit hohem Teamgeit ins Match zurück. Munari wechselt Grimmas einzigste echte Hamburgerin ein, Hannah Buss, welche mit einer sicheren Aufschlagserie für den Wendepunkt in diesem Satz  sorgt. Genau zu richtigen Zeit nutzen die Gäste, die Fehler der Gastgeberinnen aus,  Munari schwört sein Team nochmal richtig ein, bringt immer wieder Lilli Albrecht für sicher Aufschläge und Singer, Lieb und eine starke Schiolz in der Mitte wittern ihre Chancen und drehen den Satz und das komplette Ergebnis unter dem Jubel der 32 (!!!) Grimmaer Auswärtsfans zum knappen 25:23 Satzerfolg! Das zeigte Wirkung bei Hamburg!

Im Tie-Break machten die Grimmaerinnen dann „kurzen Prozess“ und erspielten sich einen  5-Punkte-Vorsprung, den sie nicht mehr aus der Hand gaben und gewannen verdient mit 15:10 in gegnerischer Halle! „Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben uns dann aber im 2. und 3.Satz mit einer zu hohen Eigenfehlerquote das Leben selber schwer gemacht. Ab der Mitte des 4.Satzes haben wir mit einer richtig starken Teamleistung überzeugt und das Spiel gekippt! Es war schon stark anzusehen, wie alle alles reingehauen haben um unbedingt zu gewinnen! Vor allem nach der Niederlage von letzter Woche war es für das Selbstvertrauen wichtig, dieses 5-Satz-Match zu drehen!“ sagt Meret Singer, die nach dem Spiel zu „Playerin oft he Match“ gewählt wurde! Grimma kann jetzt eine Woche durchschnaufen und empfängt am 27.01.24 NAWARO Straubing in eigener Halle.