Komplizierte Bergung: B107 in Großbothen nach LKW-Unfall bis in die Nacht gesperrt

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Erst in der Nacht zum Donnerstag konnte die B107 wieder freigegeben werden. Fotos: Sören Müller

Grimma/Großbothen. Nach dem schweren Unfall am Mittwochnachmittag stellte sich die Bergung des umgekippten LKW´s kompliziert dar.

Wie berichtet, war der LKW in den Straßengraben gekippt. Der 64-Jährige Fahrer eines Lkw Daimler-Benz war auf der Bundesstraße 107 in Großbothen in Richtung Leisenau unterwegs. Im Verlauf einer scharfen Linkskurve kam das Fahrzeug laut Polizei aus bisher ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab.

Der Lkw mit Anhänger kippte auf die rechte Seite, wodurch der Kraftstofftank stark beschädigt wurde. In der Folge liefen laut Polizei etwa 200 Liter Diesel in den Straßengraben. Der Fahrer konnte das Fahrerhaus demzufolge leicht verletzt selbständig verlassen. Eine Vertreterin des Umweltamtes des Landkreises Leipzig verschaffte sich vor Ort einen Überblick. Der Sachschaden könne momentan noch nicht beziffert werden.

Zur Bergung des Lkws und zur Beseitigung des Kraftstoffes wurde die Straße vollständig gesperrt. Das Bergeunternehmen Förster aus Störmthal und ein Kran der Firma Richter waren über Stunden mit der Beseitigung des Unfallwracks beschäftigt. Das Problem: Der LKW hatte ein Silo mit Zement geladen. Dieses musste vor dem Aufstellen der Zugmaschine vom Fahrzeug getrennt werden. Aufgrund des Unfalls ließ sich die Aufnahme des Silos nicht öffnen.

Mehrere Anläufe waren nötig, um das Fahrzeug schließlich wieder auf seine Achsen zu setzen und abzuschleppen. Das Silo wurde später separat geborgen. Anschließend musste eine Spezialfirma die Straße reinigen. Die Sperrung konnte erst in der Nacht zum Donnerstag wieder aufgehoben werden. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.