Tipps – so geht der Hausverkauf schneller vonstatten

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Abbildung 1: Ein Haus in Eigenregie zu verkaufen, kann schwierig werden. Besser ist es, einen Profi zu beauftragen, der sich um die Aufgabe kümmert. Foto: Pixabay © tumisu (CC0 Public Domain)

Warum jemand sein Haus verkaufen will, kann viele Gründe haben. Vielleicht ist das Haus geerbt oder der Eigentümer muss aus beruflichen Gründen umziehen. Vielleicht ist es auch einfach nur zu klein geworden oder gefällt dem Eigentümer nicht mehr. Welcher Grund auch immer hinter dem Hausverkauf steckt, spielt keine Rolle. Es ist immer wichtig, auf bestimmte Dinge zu achten, um in der Zukunft teure und vielleicht sogar sehr anstrengende Probleme zu vermeiden.

Dabei kann der Hausverkauf eine lange Prozedur werden, wenn die Vorbereitung unprofessionell ist. In vielen Immobiliensegmenten ist das Angebot größer als die Nachfrage. Da ist es schnell passiert, dass ein Haus nicht gleich einen Käufer findet oder sogar längere Zeit am Markt ist. Mit jedem Monat, der vergeht ohne einen Käufer zu finden, sinken die Verkaufschancen. Daher ist es sinnvoll nicht naiv einfach mal ein paar Fotos zu machen und das Angebot online zu stellen. Doch was können Hausbesitzer tun, die ihr Haus verkaufen wollen?

Einen guten Immobilienmakler beauftragen

Immobilienmakler sind die Experten, wenn es um den Hausverkauf geht. Sie sind in der Lage dabei zu helfen, den Hausverkauf schnell und reibungslos abzuwickeln. Natürlich will der Immobilienmakler dafür eine Bezahlung. Er bekommt bei erfolgreichem Verkauf einen prozentualen Anteil am Verkaufserlös. Zur Verteilung der Maklerkosten gibt es gesetzliche Regelungen. Dafür haben Makler allerdings auch ein großes Netzwerk an Kunden und Interessenten und sie verfügen über Marketing-Instrumente, um den Hausverkauf kreativ zu unterstützen.

Bei der Auswahl des richtigen Maklers ist es wichtig, dessen Referenzen zu überprüfen und auch seinen Hintergrund und seine Erfahrung zu hinterfragen. Es ist wichtig, dass er sich in der Region und vor allen Dingen auf dem örtlichen Immobilienmarkt gut auskennt.

Abbildung 2: Der Makler bekommt zwar eine Provision für seine Tätigkeit, allerdings bietet er dafür auch sein gesamtes Know-how und sein Netzwerk als Gegenleistung. Foto: Pixabay © geralt (CC0 Public Domain)

Der Verkaufspreis muss akzeptabel sein

Der Verkaufspreis ist ein wichtiges Kriterium für den Erfolg beim Hausverkauf. Dazu ist es notwendig, den Hauswert zu ermitteln. Der Immobilienmakler ist in diesem Bereich Profi und weiß, wie das Preisniveau für vergleichbare Objekte ist und kann den erzielbaren Preis für eine Immobilie berechnen. Wer den Preis zu hoch ansetzt, verschreckt Interessenten. Sie kommen gar nicht erst zu einer Hausbesichtigung. Ist der Preis zu niedrig, vermuten viele, dass etwas nicht stimmt, und kommen ebenfalls nicht zu einer Besichtigung. Den Preis Schritt für Schritt zu senken kommt einer Abwertung der Immobilie gleich. Der Makler sollte deshalb eine fundierte Analyse durchführen, um zu sehen, welchen Preis vergleichbare Häuser in der Region in der letzten Zeit erzielt haben.

Das Haus entrümpeln

Jeder wünscht sich ein schönes Zuhause. Niemand will in einer Rumpelkammer legen. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst Gerümpel aus dem Haus zu entfernen und gründlich aufzuräumen. Was nicht oft in Gebrauch ist, sollte aus dem Blickfeld verschwinden. Melden sich Interessenten für eine Besichtigung an, ist es auch sinnvoll, Familienfotos von Wänden und Regalen zu entfernen. Die potenziellen Käufer kommen nicht, um sich Familienfotos anzuschauen. Sie wollen Freiraum haben, um sich vorstellen zu können, wie die eigene Einrichtung und die eigenen Familienfotos wirken würden.

Das Haus dekorieren

Ein weiterer Aspekt im professionellen Immobilien-Marketing ist das sogenannte Home Staging. Dabei geht es darum, ein Haus etwas aufzustylen. Dafür haben Verkäufer mehrere Möglichkeiten. Sie können einen Profi engagieren, der sich darum kümmert. Das kann ein sogenannter Home Stager sein oder ein Immobilienmakler, der Home Staging in seinem Serviceangebot hat. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich das Wissen selbst anzueignen und das Aufstylen zu übernehmen.

Home Staging setzt das Zuhause in Szene, damit Kaufinteressenten eine Vorstellung davon bekommen, wie viel Potenzial die Immobilie hat. Dabei helfen Gestaltungsmöglichkeiten mit Licht, Farbe, Pflanzen und Möbeln, um eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Damit wollen Verkäufer den Verkaufspreis und gleichzeitig die Kaufbereitschaft der Interessenten erhöhen. Dadurch lässt sich der Verkaufszeitraum wesentlich verkürzen und bis zu 20 Prozent mehr Geld erzielen. Auch wenn die Immobilie am Ende ohne Einrichtung verkauft wird, lässt sich Home Staging nutzen. Einige Profis stellen für den Verkaufszeitraum eine entsprechende Einrichtung zur Verfügung. Nach dem Verkauf räumen sie die Immobilie wieder leer.

Professionelles Home Staging bringt einen bis zu 20 Prozent höheren Verkaufspreis und kann den ganzen Prozess erheblich beschleunigen. Foto: Pixabay © pandexco (CC0 Public Domain)

Kleine Reparaturen erledigen

Bei einem kleinen Rundgang durchs Haus sollten Verkäufer genau darauf achten, was alles nicht in Ordnung ist. Sind alle Bodenfliesen unversehrt? Haben Silikonfugen kleine Risse? Gibt es tropfende Wasserhähne? Es ist sinnvoll, schon bevor der erste Interessent kommt, diese kleinen Reparaturen zu erledigen. Das kostet zwar Zeit und auch etwas Mühe. Aber am Ende lohnt es sich. Für die Eigentümer handelt es sich dabei oft um Kleinigkeiten, nicht der Rede wert. Doch Interessenten nehmen diese unwesentlichen Kleinigkeiten oft als Nachlässigkeit wahr und bewerten das dann auch negativ.

Bei der Besichtigung draußen bleiben

Wenn sich potenzielle Interessenten zu einem Besichtigungstermin einfinden, ist es besser, wenn der Hauseigentümer nicht anwesend ist. Die Termine sollte unbedingt der Makler wahrnehmen. Verkäufer wollen gerne zeigen, was für ein tolles Haus sie verkaufen und davon berichten, was sie an dem Haus alles Tolles verändert haben. Der Makler ist eine neutrale Person. In Gegenwart des Verkäufers haben Interessenten oft große Hemmungen, sich alles genau anzusehen und offen zu sagen, was ihnen gefällt und was ihnen weniger gefällt. Sie stellen auch viel offener Fragen an den Makler, wenn der Eigentümer nicht dabei ist.

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