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A 14: Feierlicher Baubeginn für den Ersatzneubau der Muldebrücke Grimma

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Fotos: Sören Müller

Grimma. Am Montag hat der Baubeginn der Ersatzneubau der Muldebrücke Grimma im Zuge der A 14 offiziell begonnen.

Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Sanierung und Neubau modernisierungsbedürftiger Autobahnbrücken haben für uns eine hohe Priorität. Deshalb haben wir im März einen Brückengipfel im Bundesministerium für Digitales und Verkehr durchgeführt. Deshalb haben wir ein ,Zukunftspaket leistungsfähige Autobahnbrücken‘ vorgelegt. Und deshalb investieren wir allein hier in Grimma 81 Millionen Euro in die neue Muldebrücke an der A 14, damit der Verkehr zwischen Leipzig und Dresden sicher und effektiv fließen kann. Hier im Osten der Region ist der Ersatzneubau der Muldebrücke eine überregional wichtige Verbesserung. Im Westen des Großraums Leipzig-Halle vollenden wir außerdem die A 143 mit einer zusätzlichen Saalebrücke. Davon profitiert die gesamte Region.

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Anne Rethmann, Geschäftsführerin Finanzen der Autobahn GmbH des Bundes: „Mit dem Ersatzneubau der Muldebrücke stellen wir die Leistungsfähigkeit dieses wichtigen Autobahnabschnitts auf lange Zeit sicher. Nach der Fertigstellung werden Staus und Einschränkungen infolge von regelmäßigen Instandsetzungsarbeiten der Vergangenheit angehören.

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Michael Ditter, DEGES-Bereichsleiter für Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg, Hessen: „Die ingenieurtechnisch anspruchsvolle Realisierung fordert das gesamte Know-how aller Beteiligten. Unser Ziel ist es, den Ersatzneubau im Jahr 2027 fertigzustellen.

Die Muldebrücke im Zuge der A 14 zwischen den Anschlussstellen Grimma und Mutzschen wurde Anfang der 1970er Jahre errichtet und hat eine wichtige Verbindungsfunktion: Die A 14 verbindet nicht nur die sächsischen Großstädte Leipzig und Dresden, sondern hat darüber hinaus auch eine große Bedeutung für das transeuropäische Verkehrsnetz.

Die seit 1990 stetig steigenden Verkehrsmengen, insbesondere des Schwerverkehrs, haben an der Stahlverbundbrücke Spuren hinterlassen. Daher war sie in den vergangenen Jahren umfangreich instandgesetzt worden. Regelmäßige Bauwerksprüfungen haben gezeigt, dass trotz dieser umfassenden Vorsichtsmaßnahmen langfristig ein Ersatzneubau nötig ist.

Die neue Brücke wird 361 Meter lang sein. Sie verläuft – wie das Bestandsbauwerk – in einer Höhe von rund 21 Metern über der Mulde. Auch auf dem neuen Bauwerk wird der Verkehr über vier Fahrspuren fließen. Außerdem gibt es jeweils einen Standstreifen in beiden Richtungen. Die Fertigstellung des Ersatzneubaus ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Projektkosten in Höhe von rund 81 Millionen Euro trägt vollständig der Bund.

Hintergrund: Die Muldebrücke im Zuge der A 14 wurde Anfang der 1970er Jahre errichtet. Sie wurde als Stahlverbundbrücke ausgeführt. Die beiden getrennten Überbauten werden jeweils von fünf Stützen getragen, von denen drei im Hochwasserbereich und zwei im Mittelwasserbereich der Mulde gegründet sind. Unter den Einwirkungen der seit 1990 stetig steigenden Verkehrsmengen, insbesondere des Schwerverkehrs, hat sich der Bauwerkszustand deutlich verschlechtert. Dem wurde seither durch permanente umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen entgegengewirkt.

Des Weiteren wurde das Bauwerk aufgrund des Muldehochwassers im Jahr 2002 durch Auskolkungen im Bereich der Brückenpfeiler stark gefährdet. Regelmäßige Bauwerksprüfungen haben zudem gezeigt, dass trotz aller umfangreich durchgeführten Instandsetzungen die Restnutzungsdauer der Muldebrücke zeitlich soweit herabgesetzt ist, dass mittelfristig die Stand- und Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Weitere partielle Erhaltungsmaßnahmen am Bauwerk verzögern diesen Prozess, können aber längerfristig keine Abhilfe bewirken, sodass auch aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus ein Ersatzneubau die beste Lösung darstellt. Der Ersatzneubau der Muldebrücke ist zudem unbedingt erforderlich, damit die Verbindungsfunktion der A 14 sowohl zwischen den sächsischen Großstädten Leipzig und Dresden als auch im Transeuropäischen Verkehrsnetz weiterhin gewährleistet bleibt. Das neue Bauwerk wird – wie der Bestand – wieder einen vierstreifigen Autobahnquerschnitt (zzgl. Standstreifen auf beiden Richtungsfahrbahnen) erhalten.

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