Nachhaltige Quartiersentwicklung zwischen Bahnhofspark und Broner Ring: Umfrage zum Vorhaben

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Foto: Steg

Grimma. Die Stadt Grimma stellte die Weichen, um Fördergelder für die Entwicklung des rund 47 Hektar großen Areals zwischen Oberen Bahnhof und Broner Ring zu erhalten. Bis zum 7. Oktober 2022 können sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen noch melden.

Das Stadtentwicklungsamt bereitet derzeit mit der STEG Stadtentwicklung GmbH aus Dresden das umfangreiche Antragsverfahren für eine Mittelbeantragung aus den Förderprogrammen für „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung EFRE 2021 – 2027“ und der Städtebauförderung „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten“ vor. Die ersten Ideen sind skizziert. Ende August wurden die geplanten Einzelvorhaben mit Bürgerinnen und Bürgern in einer öffentlichen Beteiligungsrunde besprochen. „Uns ist es wichtig, die Menschen vor Ort schon frühzeitig in den Prozess einzubinden“, so Oberbürgermeister Matthias Berger. „Wir sind sehr dankbar für die Ideen und Vorschläge, die geäußert werden.“

Ziele der Quartiersentwicklung liegen vor allem beim Klimaschutz, sowie bei der Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Belebung. Maßnahmen zur Grünentwicklung von öffentlichen Räumen und die Schaffung neuer gemeindlicher Zentren sind ganz oben fixiert. Schwerpunkte sind die Entwicklung des Bahnhofvorplatzes und die Umgestaltung des Bahnhofsparkes, die Revitalisierung des Freizeitareals „Teletubbyland“. Auch verkehrliche Maßnahmen sind in der Vorhabenliste verankert. So ist die Schaffung eines Kreisverkehres in der Leipziger Straße mit den Einmündungen Bahnhofstraße und Heinrich-Zille-Straße vorgesehen. Der gestiegene Bedarf an Park+Ride-Plätzen sowie der sichere Übergang der Gleise aufgekommene Ideenvorschläge (aus der Bürgerinformationsveranstaltung).

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Die größte Maßnahme soll der Bau einer Sport- und Veranstaltungshalle am Standort Husarensportpark werden. Bis zum Ende des Jahres muss das endgültige Handlungskonzept mit allen Einzelmaßnahmen vom Stadtrat verabschiedet und beim Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung eingereicht werden. Vorschläge können (bis 07.10.2022) eingereicht werden, dafür stehen der Online-Fragebogen zur Verfügung. Die Auswertung erfolgt anonym. https://www.surveymonkey.de/r/Grimma

Der Fragebogen wurde im Amtsblatt (September 2022) abgedruckt. Dieser ist auch in den Bürgerbüros der Stadt Grimma erhältlich. „Sie können den ausgefüllten Papier-Fragebogen mit Ihren Vorstellungen und Anregungen bis zum 07.10.2022 per Post oder per E-Mail senden. Vielen Dank für Ihre Mitwirkung.“

Rückgabe der Vorstellungen/Anmerkungen bis zum 07.10.2022
• per Post: Stadtverwaltung Grimma, Markt 17, 04668 Grimma
• per E-Mail: info@grimma.de (Bitte mit Betreff „EFRE und WEP Grimma“)
• persönlich in folgenden Rückgabestellen: Stadthaus Grimma; Stadtentwicklungsamt Markt 16/ 17 04668 Grimma, Zimmer: 2.03 oder 2.06

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Hintergrund: Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bietet im Förderzeitraum 2021 bis 2027 Kommunen in Sachsen mit einer Förderquote von 75 Prozent die Möglichkeit, Stadtquartiere mit einem Aufwertungs- und Entwicklungsbedarf finanziell zu unterstützen und somit eine zukunftsfähige Stadtentwicklung voranzutreiben. Die Stadt Grimma möchte dies nutzen und lädt zum Mitgestalten ein. „Die Mitwirkung der Grimmaerinnen und Grimmaer ist gefragt, denn wir möchten wissen, was ihnen wichtig ist“, so Janine Wolff, Amtsleiterin Stadtentwicklungsamt. Im Mittelpunkt stehen Vorhaben zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und zur Verbesserung der Stadtökologie sowie Vorhaben, die der wirtschaftlichen und sozialen Belebung dienen und die Lebensqualität für die Einwohner erhöhen. Weitere Maßnahmen sollen über das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ (WEP) beantragt werden.

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