Wasserrohrbruch: Rohrschaden behoben, Schieber ersetzt

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Symbolbild/pixabay

Grimma. Nachdem am späten Samstagabend das Wasser in Bröhsen abgestellt werden musste, sind die Anwohner verärgert – auch weil sie zu wenig informiert wurden.

Die Veolia informiert auf Anfrage: Viel Schlaf hat Ronald Greiff an diesem Wochenende nicht bekommen. Der Rohrbruch in Bröhsen (Stadt Grimma) hielt den diensthabenden Leiter bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH ordentlich auf Trapp. Über 400 Anrufe allein am Sonntag – und viele davon konnte er nicht annehmen, weil er selbst telefonierte. Sein Telefon jedenfalls stand nicht still. Aus seiner Sicht verständlich: „Die Kunden hatten kein Wasser und wussten nicht, was los ist – und vor allem, wann der Schaden behoben ist.“ Die fehlende Kommunikation sei „absolut ärgerlich“, der Frust der Leute „total nachvollziehbar„.

Gegen 22 Uhr am Samstagabend erreichte Ronald Greiff die Nachricht, dass in Bröhsen, in der Golzener Straße etwa auf Höhe des Kriegerdenkmals, Wasser austritt und die Straße überflutet. Etwa eine Viertelstunde später war der Veolia-Mitarbeiter am Ort des Geschehens, informierte den Kollegen, der nach Bröhsen kam und den Schieber zudrehte. Die Konsequenz: Die Bewohner von Bröhsen, Grechwitz, Neunitz, Döben, Kaditzsch, Dorna und Teile von Grimma (im Bereich Leisniger Straße/Birkenwäldchen) hatten von da an kein fließendes Wasser mehr. Da am Samstag die Einschulungsfeiern waren, sei das umso ärgerlicher gewesen. „Ein Rohrbruch kündigt sich nicht an und dass sich die Baustelle derart hinziehen würde, war nicht absehbar„, sagt er.

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Am Sonntagmorgen hatten die Veolia-Kollegen sowie die Baugenossenschaft Grimma eG die Arbeit aufgenommen, den Rohrschaden zunächst lokalisieren müssen und bis zum frühen Nachmittag auch behoben. „Eine Muffe war defekt„, informiert Ronald Greiff. Circa zwei Meter der Trinkwasserleitung wurden erneuert. „Damit waren wir wie geplant am Nachmittag fertig und haben angefangen, das Netz vorsichtig wieder zu befüllen.“ Doch im Netz kam nicht genügend Wasser an.

Nachdem die Veolia-Mitarbeiter erneut mit der Ursachenforschung begonnen hatten, zeigte sich, dass der Schieber auf der Hauptleitung offenbar nicht mehr funktionstüchtig war. Einige Stunden zuvor ist darüber noch das Wasser abgestellt worden, aber vollständig aufdrehen ließ er sich nun nicht mehr. Der Schaden, so die Vermutung, kann erst beim Aufdrehen aufgetreten sein. „Wir haben dann gemeinsam mit der Baufirma am Sonntagabend angefangen, den Schieber zu ersetzen„, schildert Ronald Greiff die Umstände, die für alle Beteiligten mehr als unangenehm gewesen seien, „vor allem natürlich für die Kunden, die über Stunden kein Wasser hatten„.

Wir können uns für die Unannehmlichkeiten nur entschuldigen und bitten um Verständnis, dass sich die Kollegen in Bereitschaft natürlich zuallererst um die Beseitigung des Rohrschadens kümmern müssen„, erklärt Veolia-Niederlassungsleiterin Kerstin Härtel. „Das ist eine absolute Ausnahmesituation gewesen„, betont sie. Ansonsten sei die Trinkwasserversorgung rund die Uhr zuverlässig gewährleistet. Trotz allem sei die Kommunikation gegenüber den Anwohnern wichtig – wie wichtig, das habe das Beispiel Bröhsen am Wochenende deutlich gezeigt. „Wir arbeiten daran, diesen Prozess zu verbessern und die Kunden künftig besser auf dem Laufenden zu halten.

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