IRLS – Ende August: Notrufe werden in Leipzig bearbeitet

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Foto: Sören Müller

Grimma/Leipzig. Ende August ist es endlich soweit! Notrufe werden dann in Leipzig bearbeitet, in der Grimmaer Leitstelle gehen dann die Lichter aus.

In der Integrierten Regionalleitstelle Leipzig ( IRLS) in Leipzig-Großzschocher arbeiten rund 70 Dispatcher. Die neuen Strukturen sollten eigentlich schon vor reichlich einem Jahr greifen, Bauverzögerungen und die Umstellung auf Digitalfunkt verzögerten das allerdings immer wieder.  „Die Abläufe gestalten sich nicht ganz einfach, weil unsere für den Landkreis Leipzig und den Altkreis Döbeln zuständige Notrufzentrale auf zwei Standorte entflochten wird“, erklärte Carola Schneider, Geschäftsführerin des Rettungszweckverbandes (RZV) in Grimma, gegenüber der Leipziger Volkszeitung.

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So soll ab dem 29. August, 5 Uhr die neue Leitstelle in Chemnitz alle Notrufe aus dem Bereich Döbeln abwickeln. Einen Tag später, ebenfalls ab 5 Uhr, sollen die Notrufe aus dem gesamten Landkreis Leipzig über Leipzig abgewickelt werden. Insgesamt werden laut RZV Zehn Mitarbeiter aus Grimma nach Leipzig gehen, zwei nach Chemnitz. Insgesamt mussten etwa 100.000 Datensätze in die zwei neuen Leitstellen eingespeist werden, 80.000 davon allein in Leipzig. Dazu zählen, Ausrückepläne, technische Ausstattung der Feuerwehren und Rettungswachen aber auch jede Menge Telefonnummern, von Bürgermeistern oder Jägern zum Beispiel. Die Mitarbeiter der Leipziger Leitstelle erhalten Mitte August noch eine spezielle Schulung um ein Gefühl für das Leipziger Umland zubekommen, Schwerpunktobjekte, Brandmeldeanlagen, öffentliche Gebäude aber auch die Mulde oder die Autobahnen 14 und 38 stehen dabei im Fokus.

Die Abstimmungen finden dabei in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisfeuerwehrverband und dessen Kreisbrandmeister, Nils Adam statt. Dieser lobte bereits die Zusammenarbeit. Im August sollen dann auch Vertreter aller Kommunen, also Bürgermeister, Stadt- und Gemeindewehrleiter einen Einblick in die Arbeit der neuen Leitstelle erhalten. „Dank ihrer Ortskenntnis können so vielleicht noch letzte Mängel ausgemerzt werden.“ hofft Adam. Ähnliches wird auch in Chemnitz passieren, auch hier lobte man die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Mittelsachsen.

 

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