Wurzener Unternehmen ermöglicht Integration am Arbeitsplatz

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Foto: pixabay

Wurzen. Im Rahmen ihrer Sommerreise besuchte die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch die Firma DencoHappel in Wurzen.

Das führende Unternehmen im Bereich Luft-, Kälte- und Klimatechnik behielt einen kühlen Kopf, als ein Mitarbeiter auf Grund eines persönlichen Schicksalsschlages plötzlich im Rollstuhl saß und die Arbeit in der Produktion als Elektriker in der Klimageräteverdrahtung nicht mehr ausüben konnte. Gemeinsam mit dem Dienstleistungsnetzwerk »support« Leipzig und dem Integrationsamt stellte sich die Firma DencoHappel der Herausforderung.

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»Hier wird Inklusion gelebt und gezeigt, wie selbstverständlich Teilhabe für Menschen mit Behinderung funktionieren kann. Das macht Mut! Wir müssen vor allem auch noch viele Barrieren im Kopf abbauen. Wenn der Wille da ist, gibt es Hilfe für die notwendigen Schritte, damit Inklusion gelingen kann«, betonte Sozialministerin Barbara Klepsch.

Nachdem die Eingliederung in der Verwaltung nicht die beste Einsatzmöglichkeit darstellte, wurde der ehemalige Arbeitsplatz in der Produktion so angepasst, dass der Rollstuhl kein Hindernis mehr war. Die Fachleute von »support« begleiteten den gesamten Integrationsprozess und unterstützten die Verantwortlichen im Unternehmen. Mit dem technischen Beratungsdienst des Integrationsamtes und entsprechender finanzieller Unterstützung erfolgte nach der Planung der Umbau.

Staatsministerin Klepsch zeigte sich nach der Betriebsbesichtigung begeistert: Nicht nur am Arbeitsplatz ist alles ein bisschen anders als bei den Kollegen – in der gesamten Produktion und im Betriebsgebäude wurden Veränderungen vorgenommen und das alles bei gleichbleibenden Abläufen, Anforderungen und Arbeitsprozessen. In einem ganz besonderen Sinn begegnet man sich hier auf Augenhöhe.

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Das Dienstleistungsnetzwerk »support« unterstützt Unternehmen bei allen Fragen von Einstellung, Beschäftigung und Arbeitsplatzerhalt von Menschen mit Behinderungen. Es koordiniert die unterschiedlichen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten für das Unternehmen – kostenfrei und sachsenweit. »Bei support«, so Frau Teuchert von der Geschäftsstelle in Leipzig, »geht es um die Belange der Arbeitgeber, die einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung schaffen oder wie in diesem Fall sichern wollen.«

Auch Sozialministerin Barbara Klepsch ist von den vielfältigen Unterstützungsleistungen von »support« begeistert. »Support ist ein Angebot für sächsische Unternehmen, das trägerübergreifend Leistungen vor Ort und aus einer Hand anbietet. Gerade für klein- und mittelständige Unternehmen ist es eine große Bereicherung bei der Gewinnung von Fachkräften und Mitarbeitern. Support bringt den Ansatz der Inklusion behinderter und nicht behinderter Menschen auf optimale Weise zusammen. Ich würde mir wünschen, dass ›support‹ noch eine größere Bekanntheit bei Unternehmen erlangt«, so Frau Staatsministerin Klepsch abschließend.

Informationen zu »support« unter: http://www.support-fuer-kmu.de

 

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