Großbardauer Sportler packten an

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Foto: SV Großbardau

Großbardau. Die Großbardauer Fußballer sanierten in Eigenregie die Umkleideräume und Sanitäranlage im Sportlerheim.

Rund 300 Arbeitsstunden investierten die Sportler. Ende des letzten Sommers begannen die Abrissarbeiten. Die Räume wurden komplett entkernt. Eine große Herausforderung beim Umbau war vor allem die Pandemielage. Oft hantierten maximal zwei oder nur eine Person vor Ort. Die Absprachen liefen größtenteils über das Telefon. „Doch was herausgekommen ist, kann sich sehen lassen“, freut sich Sportvereinschef Frank Bachran. Die Umkleideräume und der Flur, die in den Vereinsfarben Rot-Weiß gestrichen wurden, wirken einladend und freundlich. Herzstück ist der Sanitärtrakt. Die drei Duschen wurden verlegt und auch eine Toilette sowie ein Pissoir zogen endlich ein. Vorher nutzten die Spieler die Gastronomietoilette.

Die alten Wasser- und Gasleitungen erfuhren einen Rückbau. Die Anschlüsse wurden neu verlegt, so dass die Rohre und Kabel nicht mehr zu sehen sind. Da sich der Sanitärtrakt im Keller befindet, musste das Zu- und Abluftsystem überdacht werden. Das Bad wurde von Vereinsmitglied Marcel Tietze an drei Wochenenden komplett gefliest. Die Planung übernahm die Großbardauer Firma „Individuelle Bäder“ von Ralph Peter Dommel. Er war auch derjenige, der den ganzen Ausbau fachlich begleitete. „Sein Know-How und die hilfreichen Tipps waren Gold wert. So konnten wir vor allem den Sanitärtrakt optimal umgestalten“, so Marcus Vettermann, Abteilungsleiter und Trainer der Fußballmannschaft des SV Großbardaus.

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Der Umbau kostete rund 18.000 Euro. Dank Sponsorenmittel und vieler helfender Hände konnte die Sanierung realisiert werden. Die Stadt Grimma gab 10.000 Euro für die Überholung hinzu. Vereinsmitglied Rolf Stanarius schoss 3.000 Euro bei und Vereinsleitungsmitglied Roger Joseph legte 2.000 Euro obendrauf. Die restlichen Mittel wurden aus der Vereinskasse beigesteuert. „Meinen besonderen Dank möchte ich an Jonas Kunadt, Mannschaftsleiter und Platzwart, aussprechen, der jede freie Minute auf dem Sportplatz verbrachte und sich für keine Arbeit zu schade war. Auch die Großbardauer Jürgen Kühn und Mario Semrau packten ordentlich mit an“, sagte Marcus Vettermann.

Der Sportverein Großbardau hat noch jede Menge vor. Als nächsten möchten die Vereinsmitglieder eine Flutlichtanlage auf dem Kunstrasenplatz errichten. Auch für dieses Projekt werden Sponsorenmittel dringend benötigt. Der Verein freut sich über jegliche Unterstützung.

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