Vorsicht! Zecken – Gefahren nicht nur für Kinder

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Foto: pixabay

Sachsen. Zecken können unterschiedliche Krankheitserreger übertragen. Deshalb sollte gerade in der warmen Jahreszeit jeder besondere Obacht geben und sich bestmöglich vor Zeckenstichen schützen.

„Nach einem Aufenthalt im Freien mit möglichem Zeckenkontakt sollte der Körper, vor allem auch bei Kindern, sorgfältig nach Zecken abgesucht werden. Auch Betreuer in Kindertagesstätten sollten nach Aufenthalten im Freien auf Zecken achten und diese möglichst entfernen oder entfernen lassen“, mahnt Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Durch Kleidung, die möglichst viel Hautfläche bedeckt, wie lange Hosen mit Bündchen, die in die Socken gesteckt werden können, langärmelige Hemden und festes Schuhwerk lässt sich das Risiko eines Zeckenstichs erheblich reduzieren. Auch der Einsatz von zeckenwirksamen insektenabwehrenden Mitteln, so genannten Repellentien ist empfehlenswert. Hier gibt es auch speziell für Kinder geeignete Präparate. Nicht nur Parks und Wälder sind ideale Biotope für Zecken, nach Einschätzung von Experten wird der eigene Garten als Zeckenreservoir und damit als Risikogebiet völlig unterschätzt.

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Seit dem Jahr 2014 enthält die vom Robert Koch-Institut jährlich aktualisierte Darstellung der Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) mit dem Vogtlandkreis einen sächsischen Landkreis. Das Vogtland grenzt direkt an seit längerem bestehende FSME-Risikogebiete in Bayern und Thüringen. Bei mildem Verlauf ist die FSME mit einem grippalen Infekt vergleichbar. Charakteristisch ist aber nach einer kurzen Ruhepause ein zweites Erkrankungsstadium, in der die Entzündung auf die Hirnhaut, das Gehirn oder sogar das Rückenmark übergeht. Das kann zu nachfolgenden Lähmungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. FSME kann als Viruserkrankung nicht ursächlich behandelt werden. Es gibt aber eine vorbeugende Impfung mit sehr guter Wirksamkeit. Die Kosten der Impfung werden durch die gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Die Impfung gegen FSME bietet aber keinen Schutz gegen weitere durch Zecken übertragene unterschiedliche Krankheitserreger. Der am häufigsten auftretende Erreger sind Borrelien als bakterielle Erreger, die die Borreliose verursachen. Daher sollte bei Auftreten von Krankheitssymptomen nach einem Zeckenstich umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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Ein Kommentar

  1. „Angesichts der Klimaerwärmung steigt die Zahl der infizierten Zecken und damit das Risiko für die Bevölkerung mit diversen Krankheitserregern infiziert zu werden. Die häufigste bakterielle Infektion ist die Lyme-Borreliose – ein Stiefkind der Medizin und Wissenschaft. Wer unter Borreliose leidet, stellt schnell fest, bei dieser Erkrankung fehlt es an allem, was medizinische Versorgung im 21. Jahrhundert ausmacht. Es gibt weder standardisierte, zuverlässige Tests, noch eine Therapie, die den Erreger mit Sicherheit eradiziert.“ aus http://onlyme-aktion.org/zeckenstich-und-borreliose-aktionstage-im-mai-2017-onlyme-aktion-org-fordert-bessere-medizinische-versorgung/
    Wer noch mehr Informationen zum Thema „Diagnostik und Therapie der Borreliose incl. Co-Infektionen“ erhalten möchte, ist zum Vortrag der Berliner Kinderärztin Frau Dr. med. B. Weitkus in Leipzig am 22.06.2017 um 19.00 Uhr recht herzlich eingeladen. Weitere Infos zum Termin: https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=947&pid=120249#pid120249

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