„Ostersonntag bei Käthe“: Jahresauftakt im Rahmen der Lutherdekade – Eröffnung neugestaltetes Klosterareal

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1985

Grimma. Schauspiel und Tanz bei Speis und Trank: Mit der Festveranstaltung „Ostersonntag bei Käthe“ begrüßt Grimma am 05. April die Frühlingssaison. Mit Renaissancetanz und Schauspiel wird im Jahr acht der Lutherdekade in Grimma an die Zeit der Reformation und an die Flucht der Katharina von Bora gedacht. Das Programm beginnt 13.00 Uhr. Im letzten halben Jahr wurde die Parkanlage um die Ruine für 127.000 Euro liebevoll umgestaltet.

Kloster Nimbschen vereinfachter Lageplan 600dpi Als Symbol für die Einweihung des umgestalteten Areals pflanzen Oberbürgermeister Matthias Berger und Hotelier Dr. Fred Urban die letzte fehlende „Luther-Rose“. Die Rosenpflanzung beginnt um 13.00 Uhr am historischen Brunnen. Zahlreiche archäologische Ausgrabungen gingen voran, um die Grundrisse genau zu bestimmen. Bei der letzten Ausgrabung konnten 50 Funde, darunter Scherben, Mauerreste, ein guterhaltenes Weihwasserbecken und menschliche Knochen im Bereich des Kreuzganges und der Klosterkirche registriert werden. Dadurch war es möglich, die Kirche als einschiffige, über 50 Meter lange Halle und die Ausdehnung des Kreuzganges zu bestimmen. Die verschwundenen Gebäude des Klosters wurden durch die Neugestaltung wieder sichtbar. Ein neuer Rundweg erinnert an die Epoche der Romantik. Kunsthandwerker, Kinderanimationen und eine Ostereiersuche bereichern das Fest. Ein Bühnenprogramm sorgt für Kurzweil. Unter anderem veranschaulicht das Leipziger Tanz-Ensemble Tourdion die Lebensart der Renaissance auf unterhaltsame Weise. „Die Bertholdin“ – Paula Jana Herold erzählt in ihrem Schauspiel vom Färben, Waschen, Reduzieren und Bemalen der Ostereier und lässt Mutige aus der Osterküche Luthers und Katharinas kosten. „Dr. Martin Luther und seine Gattin“ kümmern sich persönlich um das leibliche Wohl ihrer Gäste. Kunsthandwerker aus der Region locken mit individuellen Geschenkideen oder handwerklichem Können. An neuen Informationstafeln erfahren Besucher mehr über die Geschichte des Klosters und über Katharina von Bora. Bänke laden zum Verweilen ein. Für frisches Grün sorgen Neupflanzungen von Rotbuchen, Weymouthkiefern, Trauerbuche, Säuleneichen und zahlreichen Sträuchern wie Schneebeere und Alpenjohannisbeere. Jede Menge Erinnerungen an die Reformation und deren Wegbegleiter haben in Grimma die Jahrhunderte überstanden. Martin Luther beeinflusste die Stadt zeitig durch seine Predigten in der Klosterkirche. Mit der Flucht der Katharina von Bora, Luthers späterer Ehefrau sowie weiterer Zisterzienser-Nonnen in der Osternacht 1523 aus dem Kloster Marienthron wurde Grimma weltberühmt. Vom 28. bis 30. August 2015 feiert die Stadt vor den historischen Schauorten das bundesweite Festival der Reformation. Fotos: Stadt Grimma

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OsternProgramm

13.00 Uhr: Eröffnung und Rosenpflanzung
13.15 Uhr: Tanzvorführung des Tanzensemble „Tourdion“
13.45 Uhr: „Die Bertholdin“: Ostereierbaum – Vom Färben, Waschen, Reduzieren und Bemalen
14.30 Uhr: Mitmachtanz des Tanzensemble „Tourdion“
15.15 Uhr: „Die Bertholdin“: „Dreymal Ostereyer essen“ – Luthers Gedanken und Katharinas Osterküche mit Rede, Rezept und Rat (inkl. Verkostung)
15.30 Uhr: Ostereiersuche des INJOYmed Grimma für Kinder auf der Klosterwiese
16.15 Uhr: Schlussgeschichte zum Herumeiern (aus dem Sagenschatz der Sachsen und Sorben)

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