Sicherheitsbehörden in erhöhter Alarmbereitschaft

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Foto: pixabay

Sachsen. Die sächsichen Sicherheitsbehörden haben auf den Berliner Anschlag noch am Montagabend reagiert.

„Ich bin tief erschüttert über das grausame Ereignis auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden.
Auch wenn die Hintergründe noch nicht abschließend geklärt sind, bleibt die Tatsache so vieler Toter und Verletzter ein Ereignis, das nicht nur Betroffenheit auslöst.“

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Die sächsischen Sicherheitsbehörden sind bereits seit Montagabend in erhöhter Alarmbereitschaft. Am heutigen Vormittag wird sich Innenminister Markus Ulbig mit der sächsischen Polizeiführung zum Thema Sicherheitslage, insbesondere auf den Weihnachtsmärkten, beraten. Zudem findet eine Bund-Länder-Videokonferenz zum Ereignis in Berlin statt.

Montagabend war ein LKW-Sattelzug über einen Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz gerast und tötete dabei laut Polizeiangaben mindestens 12 Menschen und verletzte, zum Teil schwer, 48 Menschen. Die Polizei geht von einem Anschlag aus. Der Fahrer wurde wenig später festgenommen. Offenbar handelt es sich um einen aus Pakistan stammenden Flüchtling.

+++Ticker+++

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11:49 Uhr: Sicherheitskonzept Weihnachtsmarkt nach gestrigen Ereignissen von Berlin

Statement der Polizeidirektion Leipzig: Obgleich die latente Terrorgefahr von Anfang an zu berücksichtigen war, prüften Stadt und Polizeidirektion Leipzig aufgrund der gestrigen Ereignisse in Berlin erneut das hiesige Sicherheitskonzept rund um den Weihnachtsmarkt.

Beide Seiten kommen zu dem Schluss, das Konzept nicht grundlegend überarbeiten zu müssen oder gar die Öffnungszeiten und Standorte des Weihnachtsmarktes zu ändern. Gleichwohl ist es aus Gefahrenabwehrgründen unstrittig geboten, die polizeiliche Präsenz im Rahmen der Bestreifung ab sofort nochmals zu erhöhen sowie die Goethestraße und den Augustusplatz für den Lkw-Verkehr zu sperren.

Polizeipräsident Bernd Merbitz: “Die schrecklichen Bilder aus Berlin lösen auch bei mir Bestürzung und Trauer aus. Sie waren überdies Anlass, sich bestehende Gefahren vor Augen zu halten und Schritte zu erwägen, ihnen angemessen zu begegnen. Die in der Folge getroffenen Maßnahmen tragen einerseits dem aktuellen Ereignis und andererseits der Verhältnismäßigkeit Rechnung, denn es besteht kein Grund zur Panik.“

– 11:35 Uhr: Die sächsiche Polizei äüßert sich via Facebook:

„Mit Bestürzung schauen auch wir als Polizei Sachsen auf die Ereignisse am #Breitscheidplatz in Berlin. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. Auf Grund der Ereignisse sind wir seit Montagabend in erhöhter Alarmbereitschaft. Aktuell überprüfen wir unsere Sicherheitskonzepte, um sie der Gefährdungslage anzupassen. Unser Ziel ist es, das Bestmögliche zu tun, um die Sicherheit im Land zu gewährleisten.“

10:35 Uhr: Am Dresdner Striezelmarkt wurden sogenannte Nizza-Sperren an den Zugängen des Marktes aufgestellt.  Die Polizeipräsenz wurde ebenfalls erhöht. Auch die Leipziger Polizei hatte am Abend den Weihnachtsmarkt umgehend zusätzlich geschützt und die Zugänge in der Goethestraße und dem Augustusplatz gesperrt.  Am Dienstagabend um 20.05 Uhr wird die Beleuchtungen am Weihnachtsmarkt ausgeschaltet und eine Schweigeminute für die Opfer stattfinden.

09:12 Uhr: Trauerbeflaggung: Das Bundesinnenministerium hat  für heute eine bundesweite Trauerbeflaggung für die obersten Bundesbehörden sowie der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen angeordnet. „Dies geschieht als Zeichen der Anteilnahme nach der Gewalttat auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin am gestrigen Abend“, erklärte das Ministerium.

08:45 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich wird gegen 10 Uhr ein Statement zu den Ereignissen in Berlin abgeben

 

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