Eine sichtbare Leistungssteigerung!

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Foto: Antje Blümel

Grimma. Am Sonntag war der Weißenfelsbezwinger aus dem Harz beim MFBC zu Gast.

Gleich zum Jahresbeginn wurde der deutsche Meister mit 7:5 bezwungen. Keine Eintagsfliege, sondern das Ergebnis einer fortschreitenden Entwicklung der Devils in dieser Saison. Zwei Wochenenden vor dem Gastspiel beim MFBC erspielten sich die Harzerinnen mit zwei Siegen im Westen gegen Bonn und Dümpten die Chance auf die Playoffs. Dazu musste jetzt noch ein Punkt her, um die Hamburger Piranhhas vom Platz 4 zu verdrängen.

Vergessen ist die deftige 1:13-Niederlage aus dem Hinspiel und genährt war die Hoffnung auf den einen fehlenden Punkt durch die Niederlage des MFBC in Weißenfels. Und da war er wieder, der oftmals nicht aussagekräftige Überkreuzvergleich.  Die Wikingerinnen traten diesmal von Beginn an mit mehr Selbstbewusstsein auf. Dazu kam auch etwas mehr Geduld im Spielaufbau, so dass mehr Ballbesitz auf der Habenseite zu verbuchen war. Was fehlte, war ein oder zwei Tore, die dem Spiel des Heimteams gutgetan hätten. Die Gäste zeigten sich ebenfalls gut eingestellt und konnten sich auch Chancen erarbeiten.

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Es war eine klare Handschrift, ein Spielplan des Trainergespanns Nilsson und Andersson zu erkennen. Aber die Führung durch Lisbeth Klaus ging trotz allem in Ordnung, dass der MFBC mehr vom Spiel und mit dem Runterlaufen der Uhr mehr Einschusschancen hatte. Im zweiten Abschnitt erhöhten die Muldenstädterinne das Tempo und den Druck. Jetzt zeigt sich ein Klassenunterschied. Wenn man auch kritisieren muss, dass am Anfang des Mittelabschnitts drei-vier Abspielfehler der letzten Frau die Gäste in gute Kontersituationen brachten. Dem Glück und der Torfrau Justine Werner sei Dank, dass die Devils daraus keinen Nutzen ziehen konnten.

Dafür wurde der Vorsprung nach und nach auf 6:0 bis zu 32. Minute ausgebaut. Schön herausgespielte Tore, erfolgreiche Alleingänge, es war viel dabei, was das MFBC-Spiel eigentlich ausmacht. Mit diesem Spielverlauf mussten sich die Red Devils von der Hoffnung auf die Playoffs verabschieden. Mit der 35. Minute schickte Headcoach Erik Schuschwary seine dritte Linie ins Geschehen, die ihr Zeug bis zum Ende sehr ordentlich vorbrachten. Allerdings kann man nicht verhehlen, dass mit der Hereinnahme der dritten Linie etwas an Spielfluss verloren ging. Es wäre interessant gewesen zu beobachten, zu welchem Ergebnis eine MFBC-Mannschaft in zwei Linien mit der ab der 20. Minute vorgelegten Spielidee gelangt wäre.

So ging das Schlussdrittel mit 2:3 verloren, aber auch mit der Erkenntnis, dass sich aus der dritten Linie um Tessa Böttcher die eine oder andere Spielerin für die ersten Zehn empfehlen konnte. Am kommenden Samstag kommt es zum letzten Spiel in der regulären Saison. Wenn das Corona-Virus nicht zuschlägt, gastieren die Dümptener Füchse in der Seume-Sporthalle in Grimma. Sicherlich in einem eher puristischen Rahmen der letzte Test beider Teams vor dem Final 4 in Berlin. Und dann treffen beide Teams in den Playoffs aufeinander. Also geht es am Samstag noch um die Frage, wer wird zweiter hinter dem UHC aus Weißenfels und hat damit das Heimrecht in einem entscheidenden dritten Spiel.

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MFBC Leipzig/Grimma – Red Devils Wernigerode          7:4 (1:0, 5:1, 2:3)

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