Nach tödlichem Wohnungsbrand: Schock sitzt tief!

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Grimma. Wie berichtet kam es in der Nacht zum Montag zu einem tödlichen Wohnungsbrand in der Stecknadelallee. Nun gibt es traurige Gewissheit. Dies zu verarbeiten wird Zeit brauchen.

Beim Brand eines Mehrfamilienhauses heute Nacht in Grimma ist ein 8-jähriges Mädchen ums Leben gekommen. Die 32-jährige Mutter und der Bruder (7 Jahre) der 8-Jährigen wurden in ein Krankenhaus gebracht und kämpfen derzeit ums Überleben. Das dritte Kind (m, 12) konnte sich selbstständig aus der Wohnung in der 2. Etage befreien und blieb unverletzt. Alle anderen Bewohner des Hauses wurden evakuiert, dabei werden zwei mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation ärztlich versorgt. Die Feuerwehr konnte den Brand inzwischen löschen. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.“ informierte die Polizei am Morgen. Notfallseelsorger kümmern sich derweil um die Einsatzkräfte. Sämtliche Medien des Hauses mussten vorerst abgestellt werden. Die Bewohner des Hauses wurden in einer naheliegenden Turnhalle untergebracht, teilte Oberbürgermeister Matthias Berger auf Anfrage mit. Die Meisten können demnach bei Verwandten und Bekannten unterkommen. „Bei Einzelfällen arbeiten wir aktuell an einer Lösung„, so das Stadtoberhaupt. Insgesamt seien 32 Wohnungen in dem Gebäude betroffen.

Kommentar: Während die Angehörigen noch um die Mutter und den Bruder des verstorbenen 8-Jährigen Mädchens ums Überleben ihrer Liebsten bangen haben auch die Rettungskräfte mit dem Erlebten zu kämpfen: Brandeinsätze werden zwar regelmäßig trainiert, immer und immer wieder, dennoch sind Wohnungsbrände mit eingeschlossenen Personen kein Alltag und schon gar nicht mit tödlichen Ausgang und der Beteiligung von Kindern! Es ist schwer sich für Außenstehende in die freiwilligen oder beruflichen Einsatzkräfte, hineinzufühlen. In diejenigen die in dieser Nacht wirklich alles Erdenkliche getan haben um Leben zu retten! Genau das ist ihre über Jahre gewachsene Grundeinstellung und Philosophie sich in Gefahr zu begeben um Menschen aus der größten Not zu holen. Besonders schwer nimmt es diejenigen mit, di in der Wohnung waren, Mutter und Kinder aus der Wohnung getragen haben, reanimiert haben. Das was Diese Menschen erlebt haben kann man kaum in Worte fassen und diese Helden müssen nun mit dem Erlebten irgendwie zu Recht kommen. „Das steckt hier keiner so einfach weg„, war vor Ort zu erfahren und genau das sollte allen durch den Kopf gehen, die Einsatzkräfte bepöbeln, attackieren oder behindern. Allen Einsatzkräften, egal ob Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei zollt größter Respekt, Dank und Anerkennung und eine gehörige Portion Mitgefühl, besonders bei diesem Einsatz! Sören Müller
Update 09:15 Uhr: Traurige Gewissheit auch bei der 32-jährigen Mutter, sie ist an ihren schweren Verletzungen ebenfalls verstorben, dies hat eben die Polizei bestätigt.

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Ein Kommentar

  1. Ich bewundere und achte die Einsatzarbeiten von Feuerwehr und Krankenwagenfahrerkräften sehr und ziehe meinen Hut vor diesen Leuten, dagegen bin ich zu meinen, ob die Polizei die Arbeit ernst nehmen, denn teilweise wird man allein gelassen und es wird nicht genug für den Bürger getan, die Polizei kommt erst zum Einsatzort wenn alles passiert ist oder sie demonstrieren ihre Macht aus. Oft wurde die Polizei gerufen und da wurde man am Telefon schon abgespeist, dann kann ich manche Reaktionen vom Bürger verstehen, ich habe aber kein Verständnis , wenn Feuerwehrleute oder Krankenwagenfahrer attackiert werden, die kommen immer wenn man sie rufen! Vielen Dank im Namen von mir und meiner Familie

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