Sprengung in Thierbach – DDR-Kraftwerk verschwindet endgültig aus der Landschaft

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Foto: Sören Müller

Kitzscher/Thierbach. Am Freitag Punkt 13 Uhr kommt es zur letzten Sprengung am ehemaligen Braunkohlekraftwerk Thierbach.

Der Zwischenbau, gut 200 Meter lang, 60 Meter hoch und 12 Meter breit, wird dann dem Erdboden gleich gemacht. Geplant ist, dass das Gebäude seitlich umkippt. Während der Sprengung werden die B 95 und die S 48 bei Thierbach kurzzeitig voll gesperrt.

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1969 ging das Kraftwerk in der damaligen DDR in Betrieb. Gut 30 Jahre blieb das Kraftwerk am Netz und bot tausenden Menschen einen Arbeitsplatz. 1999 wurde das Kraftwerk stillgelegt, danach folgte der langsame Abriss. 2002  wurde der 300 Meter hohe Schornstein gesprengt, 2006 wurden dann die vier Kühltürme abgerissen. Das Gebäudeensemble bestehend aus Maschinenhaus, Zwischenbau und Kesselhaus wurde erst 2014 in Angriff genommen. 

Das flache Maschinenhaus wurde durch Bagger abgebrochen. 2013 wurden die Kessel gesprengt. Auf der Südseite wurde ein Dandwall vorbereitet, auf den der Zwischenbau stürzen soll.

Gut 150.000 Tonnen soll der Stahlbetonbau schwer sein. Um die Wucht der Sprengungen aufzufangen werden insgesamt drei Zündungen im Abstand von jeweils zwei Sekunden das Gebäude zum Einsturz bringen.

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Insgesamt werden 16 Absperrposten ab 11.30 Uhr einen Ring mit 300-Meter-Radius um das Gebäude ziehen. In dem Bereich darf sich während der Sprengung niemand aufhalten. Ein Gewerbebetrieb wird ab dato ebenfalls geräumt. Bedingt durch die Sprengung wird auch die B95 gesperrt, um Unfälle durch die „Ablenkung“ zu vermeiden. Die Sperrung der B95 erfolgt mit Bauampeln.

 

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