Stadt will gegen Unkrautrebellen vorgehen

0
3055
Symbolbild/pixabay

Grimma. Immer wieder gehen bei der Stadtverwaltung Beschwerden über Wildwuchs und schlechter Pflege auf den Fußwegen der Leipziger Straße ein.

Wer dort unterwegs ist, dem wird schnell klar, das Unkraut wächst und gedeiht und die Beschwerden kommen nicht von ungefähr. Doch warum unternimmt die Stadt nichts? Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) verweist hier auf die Pflichten der Anlieger. Selbstverständlich sei dieser Zustand auch nicht hinnehmbar, sodass nun seitens der Stadt eine härtere Gangart angkündigt wurde. „Die Leute haben auch Verantwortung für ihren Fußweg“, so das Stadtoberhaupt.

- Anzeige -

Die Stadt kennt natürlich ihre Pappenheimer und bestätigt, dass es leider oftmals die selben sein, die der Pflicht nicht nachkämen. Die Stadt macht auch keinen Hehl daraus, dass es anderswo im Gemeindegebiet ähnlich ungepflegt zugehe und Anwohner ihrer Reinigungs- und Kehrpflicht nicht nachkommen. Die Leipziger Straße sei aber derzeit ein Extremfall. Das Ordnungsamt hatte immer wieder den Betroffenen Anliegern Hinweisschreiben geschickt. „Wir können den Anliegern ihre Pflicht nicht abnehmen“,so der Rathauschef. Der Bauhof habe demnach andere Aufgaben, als private Fußwege ordentlich zu halten. Die Grimmaer Reinigungs- und Kehrpflichtsatzung in der Fasssung von 1998 regelt das in Grimma eindeutig. Jeder Anlieger einer öffentlichen Straße ist verpflichtet, die Fläche vor seinem Haus bis zur Straßenmitte zu reinigen. Auch Bundesstraßen, wie die Leipziger Straße stellen dabei keine Ausnahme dar. „Die Reinigung hat bei Bedarf, mindestens einmal wöchentlich zu erfolgen“, gibt die Satzung vor. Wer dieser Pflicht demnach nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Eigentlich ist die Stadt sehr tolerant. Es sei schon ausreichend, den Gehweg über die gesamte Seite zu reinigen, heißt es aus dem Ordnungsamt. Die Kehrmaschine zieht zudem auch regelmäßig ihre Kreise und befreit die Schnittgerinne vom Schmutz. Unkrautrebellen bekommen in der Regel ein Schreiben mit Pflichterinnerung und einer Frist von vier Wochen. Das reiche laut Ordnungsamt meistens aus. Gerade in der Leipziger Straße ignoriert man aber vielerorts diese Schreiben. Die Stadt will nun Ernst machen und auf Kosten der Anwohner Ersatzvornahmen vornehmen, wenn sich nichts ändert. „Dann rückt der Bauhof an, und wir legen den Hausbesitzern die Rechnung auf den Tisch“, so Berger. Alle Hausbesitzer, die durch „Untätigkeit“ aufgefallen sind, wurden nun angeschrieben. Die Vier-Wochen-Frist tickt mittlerweile runter.

- Anzeige -

Noch mehr Nachrichten

Weihnachtsmann liest aus Büchern vor, die Grimmaer Kinder geschrieben haben

Grimma. Der Freundeskreis der Buchkinder stellt am 14. und 15. Dezember Bücher aus, die Kinder entworfen haben. Die Kunstwerke und die darin veröffentlichten Geschichten werden jeweils in der Zeit von 12.00 bis 18.00 Uhr in...

Angriff auf Geldautomaten: 33-jähriger in U-Haft! Zeugenaufruf!

Machern/Wurzen. Im Zeitraum vom 01. Dezember 2019 bis zum 05. Dezember 2019 fanden Angriffe auf drei Geldautomaten in Wurzen und Machern statt. Dabei wurden die Automaten aufgebrochen und zum Teil schwer beschädigt. Das vermeintliche Ziel,...

Katrin Werner übernimmt Amt von Klaus-Thomas Kirstenpfad

Grimma/Borna. Nach über 28 Jahren geht Klaus-Thomas Kirstenpfad, Leiter des Amts für Rechts-, Kommunal- und Ordnungsangelegenheiten (ARKO), zum Jahresende in den Ruhestand. Klaus-Thomas Kirstenpfad wechselte als Anwalt 1991 in den öffentlichen Dienst und übernahm im...

„Weihnachten in Grimma“ – Neue Ausstellung im Kreismuseum

Grimma. Einige Grimmaer sind dem Aufruf des Kreismuseums gefolgt und haben ihre Feste von der Vorbereitung bis zum Weihnachtsabend beschrieben. So erzählt Claus Schimmel über seine Erlebnisse zum Weihnachtsfest der Nachkriegsjahre. Er berichtet z.B., dass...

Kinder in Klinga und Naunhof angesprochen?

Naunhof/Klinga. Derzeit kursiert in den sozialen Netzwerken und Whatsapp eine Nachricht über einen angeblichen Vorfall in Klinga/Naunhof rum. Wir haben bei der Polizei nachgefragt. In der Mitteilung ging es darum, dass ein Junge am Montag...
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here