Es geht um Leben und Tod – FREIE WÄHLER fordern grundlegende Überarbeitung des Alarmierungssystems im Freistaat Sachsen

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Symbolbild/Feuerwehr Foto: Sören Müller

Sachsen. Aus gutem Grund sind die Rettungsfristen vom Gesetz klar definiert. 95 % der Fläche muss bei Alarmierung innerhalb von 12 Minuten von Rettungskräften erreicht werden. Wie das Innenministerium jetzt mitteilte, wird diese Vorgabe in ganz Sachsen nicht erreicht.

Negatives Schlusslicht sei dabei der Landkreis Leipzig in dem nicht einmal ganz 2/3 des Landkreises nach den gesetzlichen Vorgaben vom Notdienst abgedeckt werden würden. „Interessant ist dabei, dass bis zur Einführung der zentralen Rettungsleitstellen vor ca. 2 Jahren eigentlich alles reibungslos funktionierte. Erst mit Einführung der zentralen Rettungsleitstellen, welche mit der Argumentation der Qualitätssteigerung und Kostenersparnis gegen vielfachen Rat eingeführt wurden, ist eine derartige Qualitätsverschlechterung festzustellen.„, so die Freien Wähler in einer Pressemitteilung.

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Ortskenntnis und gesunder Menschenverstand kann nicht durch Technik ersetzt werden.“ so der Sprecher der FREIEN WÄHLER Sachsens und Oberbürgermeister von Grimma, Matthias Berger. Es ist aus Sicht der FREIEN WÄHLER bedauerlich, dass die Staatsregierung trotz der Vielzahl von warnenden Stimmen das Projekt der Zentralisierung, welches Millionen kostete, umgesetzt hat, um nun festzustellen, dass alles teurer und schlechter geworden ist. Dabei ist zu beachten, dass es diesmal nicht primär um Prozente, Minuten und um Geld geht. Es ist schlicht eine Frage der Zeit, wann aufgrund des regelmäßigen Versagens der zentralen Rettungsleitstelle erste Menschenleben zu beklagen sein werden. Genau genommen geht es um Leben und Tod.

Jeder Euro, der jetzt noch in so genannte Experten und Arbeitsgruppen investiert wird, die sowieso im Ergebnis mehr Technik und mehr Personal für die Rettungsleitstellen empfehlen werden, ist rausgeschmissenes Geld.“ so Berger weiter. Wir müssen nicht die Symptome behandeln sondern die Krankheit ansich. Und das ist die Größe der Rettungsleitstellen. Die FREIEN WÄHLER fordern deshalb eine komplette Neuausrichtung des Systems der zentralen Rettungsleitstellen. Im Minimum muss zeitnah der vom Gesetz vorgegebene Mindeststandard wieder hergestellt werden. Langfristig sollte pro Landkreis bzw. per Oberzentrum eine Rettungsleitstelle die vom Gesetz vorgegebenen Funktionen übernehmen.

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