„Grün und Ruhig“ soll das neue Rappenbergwohngebiet werden

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Karte: Auszug RAPIS /PM Stadt Grimma

Grimma. Keine 08/15-Wohnsiedlung, viel Grün, Platz für Kinder und vor allem eine aufgelockerte Bauweise: Das war für die Stadtverwaltung die Aufgabenstellung, ein zeitgemäßes Wohngebiet am Rappenberg zu gestalten.

Den Masterplan, der erste konkrete Vorschläge für den zweiten Bauabschnitt liefert, stellten Oberbürgermeister Matthias Berger, GWB-Geschäftsführerin Katrin Hentschel und Planer Bernd Knoblich kürzlich der Öffentlichkeit vor. Rund 150 Interessierte folgten der Einladung, darunter junge Bauwillige sowie Anwohner des Eigenheimgebietes Nordstraße/Kiefernweg.

Nordwestlich der Altstadt soll zwischen Brauereiweg und Rappenbergring ein neues Wohngebiet mit rund 95 Bauplätzen in zwei Bauabschnitten entstehen. Bereits in 1970er Jahren gab es Bestrebungen, die Stadt an dieser Stelle zu erweitern. Noch in diesem Jahr könnte der erste Spatenstich gesetzt werden. Der Bebauungsplan für den ersten Bauabschnitt im östlichen Teil wird dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt. Gibt die Behörde „Grünes Licht“, kann Ende des Jahres mit der Erschließung des Baufeldes für 22 Grundstücke begonnen werden. Über 60 Bauwillige bewarben sich bei der Grimmaer Wohnungs- und Baugesellschaft (GWB), um einen freien Bauplatz zu ergattern. „Wir profitieren unglaublich stark von der wachsenden Leipziger Region“, so das Stadtoberhaupt. In Grimma sind so gut wie alle Grundstücke weg. „Die Erschließung neuer Flächen ist nötig, um den vielen Anfragen gerecht zu werden“.

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Der zweite Bauabschnitt, der Thema des Bürgerinformationsabends war, soll in gut drei Jahren begonnen werden. „Wir befinden uns noch in einem frühen Stadium und möchten gern die Wünsche der Bauwilligen aufnehmen“, sagt Katrin Hentschel, Geschäftsführerin der Grimmaer Wohnungs- und Baugesellschaft.

„Standartwohngebiete kann jeder“
Die Lage am Hang, der üppige erhaltenswerte Baumbestand und die Frischluftschneise sorgen für viel natürlichen Raum und neuen Herausforderungen. Durch die Siedlung windet sich ein 1,2 Hektar großer öffentlicher Grünstreifen. Unter dem schattigen Blätterdach ist die perfekte Fläche für einen Spielplatz. Geplant ist, dass die Grundstücke zwischen 500 und 1.100 Quadratmeter groß sind. Neben dem klassischen Einfamilienhaus steht zur Diskussion, ob auch Gemeinschaftswohnprojekte hier Anklang finden. Mehrfamilienhäuser und kleinere Reihenhäuser machen günstigeres Wohnen möglich. Im nördlichen Teil der Siedlung ist eine Kindertagesstätte vorgesehen.

Die Haupterschließung des Wohngebietes erfolgt über die Umgehungsstraße und den Brauereiweg. Eine direkte Durchfahrung von Süd nach Nord und andersherum wird es nicht geben. Poller riegeln das 30er-Zone-Wohngebiet ab. Allerdings ist es wichtig, dass die zuführenden Straßen wie die Nordstraße oder der Brauereiweg nicht vergessen werden. Die Straßen im Gebiet um die Nordstraße sind derzeit in einem schlechten Zustand. Im Zuge des Ausbaus ist es denkbar, auch diese Straßen mit einer neuen Asphaltdeckschicht zu ertüchtigen und die Kosten mittels Straßenausbaubeiträge auf die neuen und alten Anlieger der Rappenberg-Siedlung umzulegen. In der Bürgerinformationsveranstaltung wurde darüber diskutiert. Nicht nur junge Leute sprachen sich klar aus, dass sie bereit sind, die Kosten für den Straßenausbau zu tragen.

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Erste Hochrechnungen ergaben, dass der Preis für einen Quadratmeter Bauland um die 110 bis 120 Euro kosten wird. Die 15 Verträge mit den Pächtern der Gärten im nördlichen Teil des neuen Wohngebietes, die nicht dem Kleingartenverein „Thostgrundbach“ angehören, wurden gekündigt. Die Kleingärten der Gartensparte „Thostgrundbach“ im südlichen Teil bleiben bestehen. An der Zufahrt zur Scholle ändert sich nichts. Wer sich für ein Grundstück im Wohngebiet „Rappenberg“ interessiert, kann sich in die Interessentendatei der Grimmaer Wohnungs- und Baugesellschaft eintragen lassen.
Die komplette Präsentation: www.grimma.de/Rappenberg

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