12-Jähriger wollte mit Auto bei Polizei vorfahren

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Symbolbild/Sören Müller

Neukieritzsch/Lobstädt. Da staunten die Beamten nicht schlecht.

Getrieben von Abenteuerlust stromerte am lauen Sommerabend am Donnerstag ein 12-jähriger „Lausbube“ durch einen abgelegenen Lobstädter Garagenkomplex, welcher nicht mehr genutzt wird.

Dort stieß er auf ein unverschlossenes Auto, zwar ohne amtliche Kennzeichen, aber immerhin mit steckendem Zündschlüssel. Also setzte sich der „Lausbub“ kurzerhand hinters Steuer, startete den Motor und begab sich auf den Weg. Ziel war seinen Aussagen zufolge das Polizeirevier in Borna, wo er den Renault Clio abgeben wollte.

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Angekommen ist er aber dort mit dem Auto nicht. Schon vorher von einem Kraftfahrer (53) gestoppt, musste er am Garagenkomplex auf die Polizei warten. Der 53-Jährige hatte den Kleinwagen vom Garagengelände rollen sehen und gewartet, um dem Renault- Fahrer das Auffahren auf die Glück-Auf-Straße zu ermöglichen. In dem Moment erkannte er aber, dass ein Knabe hinter dem Steuer saß. Sofort stieg er aus, um diesen an der Weiterfahrt zu hindern. Sogleich äußerte der Bube, dass er das Auto zur Polizei fahren wolle, weil der Schlüssel steckte und dieses einsam herumstand.

Daraufhin erwiderte der 53-Jährige, dass er das nicht dürfe. Ein Passant indes, der des Weges gelaufen kam, rief die Polizei. Gemeinsam wartete die Truppe auf das Eintreffen der Polizisten. Diese ermahnten den Jungen mit einem lachenden Auge, aber dennoch mit erhobenem Zeigefinger und übergaben ihn seiner Mutter. Das Auto und den Autoschlüssel stellten sie sicher, um beides hernach an die rechtmäßige Halterin (21) zu übergeben.

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