Wie gefährlich sind Feuerwanzen?

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Symbolbild/pixabay

Kaum wird es im Frühjahr wärmer schon tummeln sich wieder Feuerwanzen an Häusern und Pflanzen, doch sind das tatsächlich Schädlinge oder sind sie sogar Nützlich?

Die Feuerwanze ist eine einheimische Wanzenart, die in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet ist. Die Wanzen werden 8 bis 20 Millimeter lang. Nach der Überwinterung, die meist im Boden stattfindet, erscheinen die Feuerwanzen in der Regel Mitte März wieder.

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An warmen und sonnigen Tagen sammeln sie sich  in teils großen Gruppen am Fuß von Linden oder anderen Bäumen um sich zu sonnen. Die Paarung findet in der Regel in den Monaten April und Mai statt.  Die Weibchen legen kurz nach der Paarung zwischen 50 und 100 Eier unter Steinen oder in der Laubstreu ab. Die daraus schlüpfenden Larven häuten sich 5-mal, bevor sie ausgewachsen sind. Die Entwicklung zum adulten Insekt ist innerhalb eines Jahres abgeschlossen. Pro Jahr entsteht damit nur eine Generation.

Feuerwanzen sind besonders häufig am Fuß von Linden, Rosskastanien, Akazien und anderen Laubbäumen anutreffen. Hier sitzen die Tiere in Gruppen von teilweise mehreren Hundert Individuen zusammen. Feuerwanzen ernähren sich vor allem von Lindensamen, oder anderen Pflanzensamen, die sie mit Hilfe ihrer zu einem Stechrüssel umgebildeten Mundwerkzeuge aussaugen. Daneben werden auch tote Insekten ausgesaugt.

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Schädlich?
Die Feuerwanze wird dem Menschen nicht gefährlich. Trotz ihres zum Teil massenhaften Auftretens gelten Feuerwanzen auch nicht als Pflanzenschädlinge. Die Feuerwanze ist daher höchstens als Lästling einzustufen, zum Beispiel wenn sich zahlreiche Individuen an Hauswänden versammeln. Außerdem trägt Sie ein Teil zur biologischen Entsorgung toter Insekten bei und ist damit ein wichtiger „Bestatter“.Wie alle Wanzen gibt auch die Feuerwanze ein übel riechendes Abwehrsekret ab, wenn sie sich bedroht fühlt. Man sollte die Tierchen daher nicht in die Hand nehmen.

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