Grimma will Hilfsfristen mit Plattenbau einhalten – Zwangsumsiedlung möglich

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So könnten demnächst die Grimmaer Gerätehäuser aussehen

Grimma. Die Stadtverwaltung will mit einer neuen Idee Geld einsparen.

Platzprobleme und die hohen Kosten für neue Gerätehäuser machen dem Haushalt der Stadt zu schaffen und lange war keine Lösung in Sicht. Hinzu kamen nun noch die Probleme mit der neuen Leitstelle in Leipzig. Insgesamt werden nur bei 81 Prozent der Einsätze die Hilfsfristen im Freistaat Sachsen eingehalten, gesetzlich müssten es aber 95 Prozent sein. Und dann war da noch der alte Robur in Kössern, der ja mittlerweile ein echter Oldtimer im Dienste der Feuerwehr ist.

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Aus diesen ganzen Dingen wurde die Idee geboren, sämtliche Gerätehäuser zukünftig in „Plattenbauweise“ zu errichtet oder in Bestandsgebäude zu integriert. So sollen zum einen Kosten gespart werden und zum Anderen auch alle Feuerwehrkameraden im Gerätehaus wohnlich untergebracht werden. „Damit ersparen wir die Fahrten zum Gerätehaus. Falls doch mal wieder die Alarmierung nicht klappt oder keiner den Einsatzfahrzeugen Platz macht, haben wir jetzt einen Zeitpuffer.

Noch heute fährt in Grimma DDR-Technik zum Einsatz

Neue Gerätehäuser sind teuer und wir haben ja schon Wohngebäude in Plattenbauweise.“Wir überlegen die Anlagen über einen volkseigenen Betrieb errichten und betreuen zu lassen. In vielen Ortsteilen gibt es diese Plattenbauten nämlich schon und die können wir einfach umbauen.“ so ein Stadtsprecher. Auch ein Name für den Betrieb sei schon gefunden. „VEB Grimmaer-Platte“ soll er heißen. Der Plan sieht vor, Plattenbauten mit Stellplätzen auszustatten. „Da wo aktuell Dreiraumwohnungen im Erdgeschoss sind, könnten morgen schon Sanitäranlagen oder Stellplätze für die Kameraden entstehen. Wand raus – Farbe dran und fertsch„.

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Als Erstes soll die Zschoppacher Feuerwehr nach Dürrweitzschen umziehen. „Dort stehen ja schon solche Plattenbauten„. Und Kössern soll wohl zukünftig in Grimma-Süd stationiert werden. Auch für die Grimmaer Kameraden gibt es Pläne. „Das derzeitige Gerätehaus in der Straße des Friedens wird schon 2025 als veraltet gelten, daher haben wir überlegt diese Wehr in Grimma West unterzubringen. Die August-Bebel-Straße sei dafür bestens geeignet.

Die derzeitigen Bewohner dieser Bestandsgebäude müssten natürlich umgesiedelt werden. Die Kündigungen wurden bereits zum 01.April 2019 ausgesprochen. „Wer nicht freiwillig geht, der wird zwangsumgesiedelt.“ So sollen diese „Plattenrebellen“ nach Serka umgesiedelt werden. „Die Ortsschaft ist mit 20 Einwohnern sehr klein und abgelegen, dort sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht, da stören diese Querulanten niemanden„, verspricht ein Mitarbeiter der Verwaltung. APRIL,APRIL

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