Kunert-Elf verteidigt Punktevorsprung

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Symbolbild/pixabay

Grimma/Taucha. Was wurde wieder vor diesem Landesligaspiel alles gesagt und geschrieben: „gegen die tun wir uns immer schwer“; „Angstgegner“;  „endlich den Bock umstoßen“.

Alexander Kunert war es vor dem Spiel egal welche Gedanken in irgendwelchen Köpfen rumgeistern. Für ihn spielte -und das ist die nackte Wahrheit- der souveräne Spitzenreiter der Landesliga gegen den Tabellenfünfzehnten. Diesen Umstand wollte er auch von der ersten Minute an auf dem Platz sehen. Die Muldestädter täten gut daran sich auf ihre Stärken zu besinnen und ohne den Respekt vor dem Gegner zu verlieren, den Gästen ihr Spiel aufzudrücken. So gab es aus rein taktischen Gründen einen Wechsel im Gegensatz zur Startaufstellung aus Pirna-Copitz.

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Für Kevin Wiegner rückte Felix Käseberg in die erste Elf. In der Nacht vor dem Spiel hatte der Himmel wieder seine Schleusen geöffnet und den Grimmaer Rasen ordentlich durchweichen lassen. Grimma versuchte von der ersten Minute an über den Kampf ins Spiel zu kommen, so wie Kunert es von seinen Mannen forderte. Auch weil man in den ersten Minuten wenig Zugriff im Zentrum bekam, entwickelte sich jedoch ein Spiel zwischen beiden Strafräumen. Tom Baumgart war es auf Tauchaer Seite vorbehalten die erste Torannäherung zu schaffen, und so einen kleinen Beitrag in den Notizbüchern zu erlangen.

Auch wenn ihm ein Toreintrag sicher deutlich lieber gewesen wäre, aber sein Schuss aus der zweiten Reihe ging über das Grimmaer Tor. (9.) Auf Grimmaer Seite versuchten sich Maximilian Sommer (25.) und Kevin Ruppelt (40.) aus ähnlichen Positionen, aber auch sie konnten für ihre Mannschaft nichts zählbares erreichen. Das Spiel wirkte zerfahren. Der unwissende und neutrale Zuschauer hätte beim Anschauen der ersten 45 Minuten zu dem Schluss kommen können, dass an diesem Tag der Letzte gegen den Vorletzten spielt. Grimma schaffte es nicht Ansatzweise den  Schwung der letzten Wochen mitzunehmen, und Ball und Gegner laufen zu lassen. So wurde zu viele Zweikämpfe verloren und teilweise in alte Verhaltensmuster zurückgefallen. Für manch einen Spieler war es schwer einen genauen Pass über einige wenige Meter auf den Fuß seines Mitspielers zu bringen.

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Als Aleksandr Pirogov aus Görlitz zum Halbzeitpfiff blies, konnte auf dem Platz nur eine Mannschaft zufrieden sein. Denn Taucha hatte mit diesem Zwischenstand sicherlich eigene Zufriedenheit erreicht. In einer Kabine der Grimmaer Schulsporthalle auf der anderen Seite der Friedrich-Oettler-Straße brannte es jedoch unter dem Dach. Kunert konnte nicht zufrieden sein. Weder das Ergebnis noch die Spielweise seine Mannschaft waren ausreichend. Nach dem „reinigenden Gewitter“ in der Halbzeitpause erwarteten alle Beteiligten eine andere Grimmaer Mannschaft.  Auch personell wollte Kunert ein Zeichen setzen und brachte mit Kevin Wiegner einen schnellen Stürmer. Er war auch an der ersten gefährlichen Aktion beteiligt, als Vincent Markus eine gute Flanke brachte, und Wiegner freistehend am langen Pfosten lauerte. (52.)  Tim Grune im Tauchaer Tor pflückte die Markus-Flanke aber runter. Auch Christoph Jackisch wollte zeigen, dass er zu Recht die Torjägerliste der Landesliga anführt. Sein Freistoß aus halbrechter Position ging aber knapp am Tor vorbei. (52.) Plötzlich erarbeiteten sich die Muldestädter Chancen. Auch wenn diese vorerst nicht zu einem Tor reichten, für die Zuschauer war das Spiel echt ansehnlicher. Robin Brands Schuss wäre sicher gefährlich aufs Tor gekommen, als er nach einer Sommer-Vorlage abdrückte, und im letzten Moment durch einen Verteidiger geblockt wurde. (63.)

Nach 67 Minuten dann endlich die Erlösung: eine Ecke von der rechten Seite landete irgendwie vor Dennis-Sven Radigs Fuß. Aus dem Gewühl heraus kam er zum Schuss aus wenigen Metern Entfernung, und Grune musste mit seinem Kopf auf der Torlinie den Rückstand verhindern. Den zweiten Ball erwischte Toni Ziffert der unhaltbar einschoss. Der Führungstreffer war auf Grund  der deutlich besseren zweiten Hälfte auch verdient. Nur sechs Minuten später wollte Wiegner gleich erhöhen, doch sein Kopfball landete nur am Pfosten. Michel Schwarz hatte den am langen Pfosten lauernden Wiegner gesehen, und legte einen Freistoß mustergültig auf seinen Kopf. (73.) Der schon im ersten Spielabschnitt für den verletzten Käseberg eingewechselte Radig setzte kurze Zeit später einen guten Schuss knapp übers Gehäuse. (81.) Auch Jackisch versuchte es nochmal die Entscheidung zu bringen und erkämpfte einen abgefangenen eigenen Eckball gut zurück, sein Schuss ging rechts am Pfosten vorbei. (83.) Auch ein Konter über Radig und der darauffolgende Abschuss von Wiegner brachten keinen Erfolg. (85.) Grimma spielte nun eine Art Powerplay und wollte unbedingt das zweite Tor.  Dies gelang nicht. Da aber Taucha bis zum Schlusspfiff nicht nochmal gefährlich vor das Grimmaer Tor kam, blieb es beim Heimerfolg und dem goldenen Schützen Ziffert.

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Der Sieg war auf Grund der guten zweiten Halbzeit verdient. Kunert und Engler müssen weiter daran arbeiten, dass die Truppe gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion genauso ihre Leistung abrufen kann, wie gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe. Wenn dies gelingt, dann haben die Muldestädter eine gute Möglichkeit auch Ende Juni den Spitzenplatz inne zu haben. Nächste Woche ist Spielpause in der Landesliga. Am 30.03. geht es für Grimma zum Spitzenspiel nach Lößnitz.
Endergebnis: 1:0

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