Betrüger im Muldental am Werk!

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Symbolbild/pixabay

Wurzen/Grimma/Bad Lausick. Betrüger waren in den letzten Tagen am Werk und erbeuteten hohe Geldsummen.

Wurzen: Am Nachmittag schellte das Telefon in der Wohnung einer 84-jährigen Frau. Die Anruferin meldete sich mit den Worten: „Hier ist deine Cousine aus Dresden“ und nannte sowohl auch den korrekten Vor- als auch Familiennamen. Die ältere Dame schenkte der Anruferin Glauben, bekam dann von ihrer Verwandten zu hören, dass sie momentan in finanziellen Schwierigkeiten stecken und deshalb dringend eine höhere fünfstellige Summe benötigen würde. Da die 84-Jährige über das geforderte Geld nicht verfügte, gab sie allerdings an, welche Summe in ihrem Schließfach einer Bank liege.

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Die vermeintliche Cousine sagte nun, dass ihr das erst einmal reichen würde. Beide vereinbarten, dass die Frau das Geld holt und dann einem Bekannten der Cousine, die leider nicht selber kommen kann, in der Wohnung übergibt. Gesagt, getan: Die ältere Dame ging zu ihrem Kreditinstitut, holte das Geld und übergab selbiges gegen 16:00 Uhr dem Abholer, bei welchem es sich um einen etwa 30-Jährigen gehandelt haben soll. Am Abend, gegen 19:00 Uhr, rief die 84-Jährige ihre Cousine in Dresden an und fragte nach, ob alles geklappt hätte. Nun musste sie die bittere Wahrheit erfahren: Sie war perfiden Betrügern in die Falle gegangen, die sie um ihr ganzes Erspartes gebracht hatten. Die Geschädigte setzte umgehend die Polizei in Kenntnis. Kripobeamte ermitteln wegen Betrugs.

Grimma: Um die Mittagszeit klingelte das Telefon bei einer 69-Jährigen. „Weißt du, wer ich bin?“ Die Frau glaubte zunächst, dass ihre Enkelin Lisa mit ihr sprach. Diese gab an, in einer finanziellen Notlage zu sein und forderte 30.000 Euro. Doch nach wenigen Sätzen wusste die 69-Jährige, dass nicht ihre Enkeltochter am Telefon sprach, die unbedingt noch am gleichen Tag das Geld haben wollte. Die clevere Frau hielt sie hin, sagte, dass nicht so viel zu Hause habe. Nun fragte die Anruferin nach Wertgegenständen, was die Frau noch misstrauischer machte. Sie sagte, dass sie später noch mal anrufen solle. Nach Beenden des Gesprächs verständigte sie die Polizei. Danach klingelte noch zweimal das Telefon, doch sie ignorierte die Anrufe. Zu einer Geldübergabe kam es nicht.

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Bad Lausick: Eine Hausbewohnerin (77) wurde Dienstagvormittag im Hausflur des Mehrfamilienhauses von einem Mann in schwarzen Arbeitssachen ohne Aufschrift angesprochen. Er gab an, nun schon das dritte Mal hier zu sein, da er sie unbedingt aufsuchen müsse und stellte sich als Mitarbeiter von „Vodafone“ vor. Trotzdem der Mann ihr weder einen Auftrag noch einen Ausweis vorlegte, ließ ihn die gutgläubige Frau in ihre Wohnung. Dort wollte er ihre Telefonanlage überprüfen und sehen, ob WLAN und Internetzugang anliegen. Doch die Ausstattung der Wohnungsinhaberin war auf dem neuesten Stand. So brach er seine „Arbeiten“ ab und ging wieder. Nach etwa zehn Minuten erschien er jedoch wieder, wollte die Einzugsermächtigung haben, um eine Kündigung auszuführen.

Die Frau wurde nicht misstrauisch, übergab auf sein Verlangen ihre EC-Karte in einer Hülle und nannte ihm die PIN. Als er ihr die Hülle zurückgab, bemerkte sie nicht, dass daraus die EC-Karte fehlte. Somit war er in den Besitz beider gelangt und verschwand rasch aus der Wohnung. Als die 77-Jährige wenig später ihre Karte nutzen wollte, musste sie deren Verlust feststellen. Sie ließ sofort die Karte sperren und ging zur Bank. Dort vertraute sie sich einer Mitarbeiterin an, die ihr mitteilte, dass bereits 1.000 Euro abgehoben worden waren. So ging sie zur Polizei, erstattete Anzeige. Sie beschrieb den vermeintlichen Mitarbeiter als etwa Dreißigjährigen, der ca. 1,76 m groß, schlank und sportlich ist. Er sprach sächsischen Dialekt, trug schwarze Kleidung. Die Ermittlungen laufen.

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In allen Fällen warnt die Polizei:
– Bleiben Sie immer misstrauisch, wenn es bei Anrufen ums Geld geht – auch wenn
die Anrufer(innen) Ihnen bekannte Klarnamen nennen
– Vergewissern Sie sich durch einen Anruf bei Ihren Verwandten, Freunden oder
Bekannten, ob der- oder diejenige wirklich angerufen hat
– Ziehen Sie bei oder nach dubiosen Anrufen erst einmal ein Familienmitglied oder
einen Hausbewohner/eine Hausbewohnerin Ihres Vertrauens hinzu
– Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung, übergeben Sie kein Geld
– Verständigen Sie in jedem Fall die Polizei.

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Foto: Stadt Grimma

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