Kindergartenkinder fragen Bürgermeister aus

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Von der 5-jährigen Hayden bekam Bürgermeister Arno Jesse die Projektmappe überreicht. Foto: Stadt Brandis

Brandis. Die Stadt Brandis mit Kinderaugen entdecken – das hatten sich die Erzieherinnen der Roten Gruppe des Kindergartens „Regenbogen“ vorgenommen.

Für das Projekt „Brandis – meine Stadt“ arbeiteten sie seit Mitte September mit dem Stadt.Plan.Spiel Expedition Brandis, welches in einem handlichen Rucksack für alle Interessierten kostenlos in der Stadtverwaltung zu haben ist. So ging es neben Ausflügen in die Innenstadt und interessanten Geschichten rund um den wahrscheinlichen Namensgeber der Stadt Ritter Gozwinus de Brandez vor allem darum, mehr über Brandis und die Ortsteile zu erfahren.

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Aber auch Besuche bei Unternehmen wie der Volks- und Raiffeisenbank, der Apotheke am Markt oder dem Fachklinikum am Kohlenberg standen für die Steppkes auf dem Programm. „Wir hätten nicht gedacht, dass das Projekt so ein Selbstläufer wird und wir zwei Monate lang immer wieder neue Anregungen auch von Den Kindern bekommen“, freut sich Erzieherin Corinna Melinat, die mit ihrer Kollegin Mercedes Woellner in der roten Gruppe durchführte. Angelehnt an das Expeditionshandbuch des Spiels entdeckten die Kindergartenkinder ihre Heimat. So beschäftigten sie sich mit dem Stadtwappen, dem ehemaligen Ratskeller, welcher das erste Rathaus am Markt war, und markierten auf den zum Spiel gehörenden Stadtplan den Wohnort jeden Kindes. Nicht zuletzt sammelten sie viele Fragen, die sie dann bei ihrem Besuch kürzlich an den Bürgermeister stellten. So zum Beispiel, warum es im Stadtpark keinen Spielplatz gebe. Arno Jesse dazu: „Leider wird das auch nicht möglich sein. Der Stadtpark steht nämlich unter Denkmalschutz. Da darf man nicht einfach einen Spielplatz bauen. So sehr wir uns das als Stadt auch wünschen.

Und warum stehe am Ratskeller dieses Gerüst? Darauf antwortete Herr Jesse, dass das ein ganz besonderes Gerüst sei. „Das ist ein Stützgerüst, welches verhindert, dass das Haus einstürzt und womöglich jemand verletzt wird. Das Haus ist sehr alt und droht zusammenzufallen, deshalb müssen die Mauern gestützt werden, solange man es nicht wieder hübsch machen kann.“ Nach einem Ausflug ins Schloss Polenz war den Kindern aufgefallen, dass es in diesem Ortsteil wenig Fußwege gibt. Warum? „Teilweise gehören die Straßen dem Land Sachsen. Die Stadt Brandis hat dort keinen Einfluss auf den Ausbau.
Und ein anderer Grund ist, dass die Straßen oft zu schmal sind, um neben der Fahrbahn einen entsprechend breiten Fußweg anlegen zu können“, erläutert Arno Jesse den Kindern die Gegebenheiten.

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Neugierig fragten die Kinder auch, wann der Bau der neuen Kita beginnt. Zu diesem Thema konnte der Bürgermeister berichten, dass die Bagger bereits den Untergrund vorbereiten. Jesse: „In dem Zusammenhang kam mir die Idee, die Kinder in Kürze mal zu einer gemeinsamen Baustellen-Besichtigung einzuladen. Ich freue mich darauf.“ Zu dem umfangreichen Projekt der roten Gruppe aus dem „Regenbogen“ übergaben die Kinder dem Bürgermeister abschließend eine Mappe, in der ihre Ausflüge und Aktivitäten in Artikeln und Bildern und dokumentiert sind. „Ich finde das eine tolle Idee, schon den Kleinsten ihre Stadt näher zu bringen und hoffe, dass es noch weitere solche Projekte geben wird“, so Jesse.

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