Das sind Grimmas Ortsteile – Heute: Bröhsen

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Grimma/Bröhsen. In einer neuen Reihe wollen wir die Ortsteile unserer Namensgebenden Stadt mal genauer unter die Lupe nehmen. Selbstverständlich könnt ihr euch beteiligen und uns Bilder eurer Ortseingangsschilder oder besonderen Sehenswürdigkeiten schicken. Gerne auch aus anderen Orten des Landkreises aber nun im Text: Teil 2 Grimmas Ortsteil Bröhsen. Die Ortschaft Bröhsen liegt an der S38 welche weiter nach Mutzschen führt und damit östlich der Kernstadt Grimma. Die Umgebung  ist hügelig geprägt und mit mehreren Windenergie-Anlagen, verschiedenen Typs, bebaut. Am Butterberg entspringt der Krebsbach. Der Bach war vorallem für seine Krebsvegetation bekannt. Der Krebsbach fließt bis in die Teichmühle, wo er dann in die Mulde mündet. Bröhsen wurde erstmals im Jahre 1283 urkundlich erwähnt und ist dem slawischen Wort „Breze“ für Birke entlehnt. Die Siedlungsform entspricht der eines gassenartig erweiterten Rundweilers mit zahlreichen Drei- und Vierseit-Bauernhöfen. Bis in die 1930er-Jahre fand rund um den Ort Braunkohle-Abbau statt. Enge Verbindungen gibt es nach Döben. Lange Zeit gehörte Bröhsen nämlich zum Rittergut Döben. Bis zur Wende besuchten dort Kinder und Jugendliche von Bröhsen die dortige Schule. 1870 begann die Kohleförderung. Zunächst wurde versucht, die Kohle über Tage zu fördern, später dann setzte sich die Förderung unter Tage durch. So wurden unterirdische Schächte angelegt und mit Dampfmaschinen Loren angetrieben. Dabei wurde auch Lehm, Sand und Ton gefördert. Die Gütter wurden dann mit Pferdewagen zu den Abnehmern oder zur Bahn nach Golzern gebracht. Gerade der Transport mit den damaligen Pferdefuhrwerken war auf den abschüssigen Strecken nur mit Bremskeilen möglich und nicht ganz ungefährlich. 1937 wurde nördlich ein Feuerlöschteich angelegt. Dieser Teich wird durch drei Quellen gespeist und hat daher eine gute Wasserqualität und war lange Zeit für die Anwohner ein beliebter Badeteich. Im 2. Weltkrieg wurden Kriegsgefangene in der örtlichen Gaststätte untergebracht um Arbeitsdienste in der Umgebung zu verrichten.Am 1. Januar 1973 wurde Bröhsen nach Ragewitz eingemeindet. Am 1. März 1994 erfolgte der freiwillige Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Böhlen, Dürrweitzschen, Leipnitz, Ragewitz und Zschoppach zur neuen Gemeinde Thümmlitzwalde.Zum 1. Januar 2011 fusionierte die Gemeinde Thümmlitzwalde mit der Großen Kreisstadt Grimma, womit Bröhsen seitdem ein Gemeindeteil von Grimma ist. Im Jahre 2011 wurde die Einwohnerzahl des Ortsteils mit 156 Einwohnern angegeben.

Aus dem ehemaligen kleinen Spritzenhaus bauten sich Jugendliche ihren Jugendclub, der noch heute gut besucht wird. In der Regel findet alle fünf Jahre ein Dorffest auf dem Gut der Familie Hahn statt. Die Bröhsener Milch wurde früher in Krügen zur Eisenbahn nach Golzern gebracht und von dort zum Milchhof nach Leipzig transportiert. Bis in die 1920er-Jahre backten die einheimischen Bauern ihr Brot noch selbst. Die kalten Backöfen waren meist beliebte Verstecke der Kinder. Im Dorf selbst gibt es zahlreiche liebevoll restaurierte Bauerngehöfe, aber auch zahlreiche Gewerke und neue Geschäftsideen sind zu finden. Zum Beispiel die Pferdezüchterin Silke Vallentin mit ihrem Ausbildungszentrum. Familie Remler züchtet seit einigen Jahren südamerikanische Huacaya -Suri-Alpakas. In den Räumen des Betriebes sind vielfältige Produkte aus Alpakawolle zu sehen.

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