Grimma beschließt Breitbandausbau für 51 Millionen Euro

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Symbolbild/pixabay

Grimma. Der Stadtrat beschloss am Donnerstag den Bau und die Finanzierung eines Glasfasernetzes für das Gemeindegebiet Grimma.

Die Förderung „Digitale Offensive Sachsen (DiOS)“ soll dabei umfänglich mit in Anspruch genommen werden. Die voraussichtlichen Kosten für den Ausbau betragen 51 Millionen Euro. Bundes- und Landesfördermittel von rund 38 Millionen Euro wurden in Aussicht gestellt. Ein Darlehen über 13 Millionen soll die restlichen Kosten tilgen.

Der Breitbandausbau in Deutschland hatte in der Vergangenheit viele Gesichter. Vornehmlich hat es die Telekom AG immer wieder geschafft, mit ihren Vectoring-Versprechungen die Politik und die Verfasser der Förderrichtlinien dahingehend zu beeinflussen, dass flächendeckend nicht auf zukunftsfähigen Glasfaserausbau, sondern auch auf Versorgung mit Kupferkabel gesetzt wurde. Mit der Novellierung der  Förderrichtlinie zum Breitbandausbau ist nunmehr eine Trendwende eingeleitet. Das vom Bund formulierte Ausbauziel heißt 1 Gbit/s. Damit können die Kommunen jetzt den Glasfaserausbau in ihren „weißen Flecken“ vorantreiben. Dazu gibt die Förderrichtlinie den Rahmen. Die Stadt Grimma hat sich nunmehr entschieden, die Ausbautätigkeiten fest in der eigenen Hand zu halten.

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Beim Betreibermodell errichtet die Kommune ein passives Breitbandnetz und verpachtet dieses im Anschluss an einen privaten Betreiber. Mit dem erzielten Pachtzins und den gegebenenfalls gewährten Fördermitteln sollen die Investitionskosten refinanziert werden. Besonderer Vorteil der Maßnahme sei, dass alle gleichmäßig versorgt werden würden und kein kein Flickenteppich in der Versorgung entsteht.

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