55 Lebensjahre in Keramik festgehalten

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Foto: Detlef Rohde

Schaddel. Mit einer 20-minütigen Verzögerung  eröffnete Frank Brinkmann vom Kunstförderverein Schaddelmühle e.V.  vor rund 75 Besuchern die Ausstellung „Durchreise“ der Prösitzer Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz.

In Plastiken, Reliefs  und Installationen stellt die Künstlerin ihr bisheriges Leben, Wirken und ihre ganz persönliche Entwicklung vom  ersten Lebensjahr  bis heute vor.

In ihrer Ausstellung ist es Ute Hartwig-Schulz gelungen, die für sie prägenden Dinge, die auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen würden, zu einer Lebensgeschichte zusammenzufügen. Dabei bemüht sie die Kunst der DDR, ebenso wie die Antike und die Moderne. Starke Frauen seien für sie ein Vorbild und Inspiration, sagt Ute Hartwig-Schulz bescheiden, sie seien ihre Vorbilder, an denen sie sich orientiere.

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Da stehen Nofretete und Echnaton auch gleich mal als Symbol für ihre Eltern, während mitten im Ausstellungsraum der Urknall in einer keramischen Installation festgehalten ist, der für den Beginn eines neuen Lebens steht. Aber auch der Avatar als männlicher Vertreter darf nicht fehlen, ebenso wie das Wildschwein, das ursprünglich ein Symbol der Fruchtbarkeit und Mutterschaft war und dass heute ihr Markenzeichen ist, finden in der Ausstellung ihren Platz. Die Ausstellung ist von Umbrüchen im Leben der Ute Hartwig-Schulz geprägt und fügt sich doch zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen.

Begleitend ist zu der Vernissage „Durchreise“ ein gleichnamiger Werkkatalog im Eudora Verlag (ISBN  978 – 3 – 938533 – 66 – 6) erschienen, von dem Exemplare in der Schaddelmühle erworben werden können. Die Ausstellung ist auf Grund der aktuellen Straßensperrungen rund um die Schaddelmühle bis zum 6. September verlängert worden.

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