Wie steht es eigentlich um die Fremdiswalder Ortschronik?

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Fremdiswalde. Der Raum im Dorfgemeinschaftshaus war weihnachtlich geschmückt, auf dem Tisch stand Stollen, frisch gebackener Kuchen und Gebäck und es duftete angenehm nach frischem Kaffee. Aber das Allerschönste war, fast alle waren einer Einladung gefolgt. „Gemeinsam wollten wir mit allen, die uns bisher bei der Arbeit zur Fremdiswalder Chronik geholfen haben, ein paar gemütliche Stunden in der Vorweihnachtszeit verbringen und damit allen fleißigen Helfern einmal Danke sagen. Danke für die rege Mitarbeit, die vielen Bilder, Berichte, Zeitungsartikel und die persönlichen Gespräche. Ohne diese Hilfe wären wir noch nicht so weit, wie wir es heute sind“, freut sich Inge Mundus vom Heimatverein.

Am 03. Oktober 2013 wurde die Idee geboren, eine Chronik für Fremdiswalde zu erstellen. Es wurden Leute angesprochen und sehr schnell fanden sich auch welche, die Material zur Verfügung stellten und aus früherer Zeit erzählten. Man traf sich regelmäßig einmal im Monat im Dorfgemeinschaftshaus. „Es wurde geschaut, was haben wir, was ist neu dazu gekommen, was ist wichtig und was brauchen wir noch“, resümiert Inge Mundus. Es wurde ein Plan für den Inhalt der Chronik erstellt und anschließend geklärt, wer recherchiert und schreibt über welches Thema. So berichtet beispielsweise Tilo Busch über die Entstehungsgeschichte von Fremdiswalde und über die Kirche. Jana Mundus hat den Part Schule und Feuerwehr sowie die Braunkohlen- und Kaolin-Grube „Herrmannsglück“ übernommen. Adelheit Pfütze arbeitet an der Geschichte des Konsums in Fremdiswalde. Dies sind nur ein paar Beispiele. „Und immer hatten wir dabei Helfer, die uns mit ihren Erzählungen, Bildmaterial und ähnlichem zur Seite standen“, betont Inge Mundus. Sehr interessant waren auch die Besuche im Staatsarchiv Leipzig. „Dort durchforsteten wir viele Ordner. Es war sehr aufschlussreich, aber auch sehr schwierig, denn wir sind ja der alten deutschen Sprache nicht mächtig“, erklärt Inge Mundus. „Manches konnten wir so einigermaßen entziffern, aber manches auch nicht. Und so haben wir Kopien gezogen und unsere älteren Mitstreiter, wie Herr Winkler, Herr Patzsch oder Herr Janke, mussten dann übersetzen.“

Auch das städtische Archiv in Nerchau blieb von den Recherchen nicht verschont. Auch hier konnte viel Interessantes gefunden werden. „Wir hatten zu unserer kleinen Weihnachtsfeier mal alles bisher Gesammelte und Geschriebene ausgelegt, so dass alle einen Einblick bekamen, was haben wir schon geschafft und was müssen wir noch machen“, so Inge Mundus. Zum Kaffee wurden kleine Geschichten aus der bisher erarbeiteten Chronik vorgelesen, „und ich glaube, es hat allen sehr gut gefallen“, freut sich die im Verein Engagierte. „Wir hoffen, dass uns auch weiterhin alle fleißig unterstützen und vielleicht kommt noch der eine oder andere Fremdiswalder mit einer Geschichte, die es wert ist, in die Chronik aufgenommen zu werden. Wir sind für alle Geschichten und Hinweise sehr dankbar und hoffen, dass wir nicht mehr allzu lange brauchen, um die Chronik fertig stellen zu können. Wir können es alle kaum erwarten und freuen uns sehr auf die Fremdiswalder Ortschronik“, erklärt sie als Mitglied des Fremdiswalder Heimatvereins.

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Quelle: PM Stadt Grimma

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