War das ein Wolf? Was hat diesen Rehbock so zugerichtet?

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Foto Wolf: pixabay; weitere Bilder privat

Nerchau. Ostersamstag kam es auf der Neichener Straße zwischen Nerchau und Neichen zu einem Wildunfall, der an sich nicht ungewöhnlich ist. Am nächsten Tag machte der Verunfallte allerdings folgende Entdeckung:

Der Wildunfall am Abend zuvor wurde polizeilich aufgenommen, der Jäger auch laut Ausage des Verunfallten durch die Polizei informiert. Am nächsten Tag, kam der Verunfallte noch einmal an die Unfallstelle, suchte noch Teile seines an der Front beschädigten Fahrzeuges.

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Der tote Rehbock, der äußerlich nach dem Unfall keine sichtbaren Verletzungen hatte, war mittlerweile vom Fahrbahnrand verschwunden und lag etwa 50 Meter entfernt in Stücke gerissen. Doch was oder wer hat das Tier so zugerichtet? Wilderer? Gegen diese Theorie spricht das noch vorhandene Geweih. Raubtiere? Kein hier niedergelassenes Raubtier, wie z.B. Füchse oder Greifvögel können die Kraft aufbringen den Rehbock soweit wegzuzerren. Die Vermutung liegt nahe, dass sich hier ein Wolf am Kadaver zuschaffen gemacht haben könnte. Tiefe Bissspuren am Hals des toten Tieres zeugen von einem großen Tier. Für diese Theorie spricht auch der erst kürzlich veröffentlichte Monotoringbericht des Kontaktbüros „Wölfe in Sachsen“.

Im Raum Kohren-Sahlis im Süden des Landkreises Leipzig wurde ein Wolf Anfang April von mehreren Bürgern gesehen und fotografiert. Bei diesem Wolf könnte es sich um einen „Durchzügler“ handeln. Wölfe können binnen 24 Stunden bis zu 70 km zurücklegen. Für den Menschen stellen die Tiere in der Regel keine Gefahr dar. Wölfe bemerken die Menschen meist frühzeitig und meiden eine direkte Begegnung.

Halter von Schafen und Ziegen sollten Vorkehrungen für den Schutz ihrer Tiere treffen, indem sie ihre Nutztiere z.B. über Nacht einstallen oder mit einem geeigneten Elektrozaun schützen. Tierhalter, die Fragen zum Herdenschutz bzw. zur Förderung von präventiven
Schutzmaßnahmen haben, können sich an den Herdenschutzbeauftragten wenden.
Zuständig für die Landkreise Nordsachsen, Leipzig, Mittelsachsen, Zwickau, Erzgebirge und
Vogtland, sowie die Städte Leipzig und Chemnitz ist Herr Klausnitzer vom Fachbüro für
Naturschutz und Landschaftsökologie in Roßwein OT Haßlau (Telefon: 0151 / 5055 1465, EMail: herdenschutz@klausnitzer.org).

Hinweismeldungen aus der Bevölkerung sind für das Wolfsmonitoring wichtig und können
jederzeit an die Landratsämter, das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel. 035772 46762, Email: kontaktbuero@wolf-sachsen.de) und das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und – forschung in Deutschland (Tel. 035727 57762, Email: kontakt@lupus-institut.de) gemeldet werden. Mehr Informationen zum Thema Wolf im Freistaat Sachsen: www.wolf-sachsen.de

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2 Kommentare

  1. Kein Problem,
    der Wolf hat wie der Fuchs seinen Job als Aasfresser gut gemacht… bisserl schlampig beim Wegräumen war er vielleicht? Oder hat das Hund von dem Nachbarn gemacht der seinen Fiffi eh immer nachts draußen laufen lässt? Wie es auch sei … so reißerisch möchte ich Euch mal erleben wenn ihr von einem Schwein aus einem Maststall berichtet, dass vom Hänger gefallen ist beim Auftreiben zum Schlachthof… Es war ein Wolf der gefressen hat… hört sich echt unspektakulär an, da stimme ich Euch zu.

  2. War kein Hund, wie soll der so weit draussen rumlaufen? Fifi frisst auch höchstens ein zwei Kilo in einer Nacht! Von den gerissenen Schafen in Wurzen bis zum Wildunfall sind es wenige Kilometer. Bis zum meinem Haus und Wildgehege auch.
    Zum Grundwissen, Frau Gerken, gehört auch, dass der Wolf kein Aasfresser ist, das ist eben nicht sein Job, da würde er verhungern. Das unsachliche “ Schweinebeispiel“ ist wie der Rest Ihres Kommentars nutzlos und von Emotion und keinem Hintergrundwissen geprägt.

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